Kategorie: EDV

„Ende der Vernunft“

3D-Drucker – Teil6: Druckjobs für den Nachwuchs

3D-Drucker - Teil6: Druckjobs für den Nachwuchs
So ein 3D-Drucker ist ja ein tolles Gerät. Vor allem wenn man Nachwuchs im Grundschulalter hat.
 
Da tauchen dann schnell Wünsche auf was man so alles drucken könnte. Speziell vor Halloween könnte man wohl 3 Drucker gleichzeitig auslasten.
Passende Vorlagen findet man im Web, z.B. bei thingiverse.com in Hülle und Fülle.
Zuerst sind kleine Spass-Schocker im Druck, eine kleine Spinnenfamilie. Was man damit alles anfangen könnte – dem Nachbarn in den Briefkasten, an Kunden in den Briefumschlag, der Frau aufs Kopfkissen. 🙂
3D-Drucker - Teil6: Druckjobs für den Nachwuchs
Für Spezialeffekte gibt es natürlich auch besondere Filamente für den 3D-Druck.
Die Spinnen in weiß gedruckt sehen auf der Monstera ja ganz nett aus.
3D-Drucker - Teil6: Druckjobs für den Nachwuchs
(die Pflanze heisst tatsächlich so, passt ja zu Halloween – Monstera / Fensterblatt)
Aber erst wenn man das Licht ausmacht gibt es einen besonders coolen Effekt – das Filament ist nämlich luminiszierend!
Es leuchtet also nach, besonders toll wenn man es mit Schwarzlicht anstrahlt.
Die kleinen Spinnen lassen sich prima mit Nylonfäden unsichtbar aufhängen, z.B. vor der Haustür.
Auf die Klingel kommt eine Riesenspinne.
Ich halte von Halloween nichts und dieses nervige Klingeln und gierige Betteln nervt doch ziemlich. Wenn es doch wenigstens etwas originell wäre. Aber hier in Deutschland wurde anscheinend nur der „Klingeln und kassieren“-Teil des Brauchs übernommen.
3D-Drucker - Teil6: Druckjobs für den Nachwuchs
Nach der Riesenspinne gibt es dann noch ein paar Skelette, Totenköpfe und sonstige lustige Dinge.
Leuchtende und im Wind wackelnde Skelette sehen sicher auch recht lustig aus.  Ein Totenkopf als Lampe steht auch noch auf der Liste. Eine „Skull lamp“ im Voronoi Style (Gittermodelle mit viel Hohlraum, das gibt bei Beleuchtung nette Effekte).
Der Druck erfolgt mit PET-G, das gefällt mir deutlich besser als PLA, es ist stabiler und angeblich sogar lebensmittelecht (wobei es da sicher auch auf der Herkunft des Materials ankommt).
Vielleicht drucke ich ja auch noch einen Kürbis. Die Dinger sind aber im Original nicht teuer und der Druck in Originalgröße dauert doch recht lange. Vielleicht gibt es dann nur ein paar lustige „Extensions“ für den Kürbis. Mal sehen.
Gedruckt wird mit meinem Creality CR-10 mit PET-G auf Ikea-Spiegel. Zur besseren Haftung ist das Druckbett mit Transferflolie beklebt (aus dem Werbetechnik-Bereich – wird sonst zum Übertragen von geplotteten Objekten verwendet)

Mein letzter Server

Seit über 30 Jahren habe ich als Einzelkämpfer EDV-Service angeboten. Ende 2017 habe ich dann fast alles aufgegeben. Mir war das einfach zu doof geworden. Es gibt nur noch Schrott am Markt. Software, Hardware immer fehlerhafter. Immer mehr Auflagen, Haftungsrisiken und dann die DSGVO.
Mein letzter Server
Da war mir dann einfach nicht mehr danach – macht doch Euren Scheiss alleine!
Zum Glück hatte ich mittlerweile ein gut laufendes anderes Standbein gefunden, für ein Leben als Privatier reichte es leider noch nicht.
Jetzt kam einer meiner letzten verbliebenen EDV-Kunden und wollte von mir einen neuen Server.
Nach kurzem Zögern (eigentlich wollte ich das ja nicht mehr machen) habe ich zugesagt.
Hardware und Software zum Selbstkostenpreis aus dem Web zzgl. einer Pauschale und Arbeit wird nach Aufwand abgerechnet.
Ein kleiner Betrieb mit 3 Arbeitsplätzen und einem kleinen Server. Eigentlich hätte ein NAS vollkommen ausgereicht, aber die Branchensoftware fordert den MS SQL-Server Standard. Dazu muss dann auch ein MS Server her.
Bei den geringen Anforderungen sollte ein guter Standard-PC für den Server locker ausreichen, spezielle Server-Hardware war da Overkill, zumal man da bei Reparaturen immer Spezialteile benötigt.
Also habe ich was feines zusammengesucht: Sehr gutes Gehäuse und Netzteil von beQuiet, Asus Server-Board, usw.
Eigentlich kein Problem.
Naja, wären da nicht die Kleinigkeiten die den Puls beschleunigen.
32GB DDR4-Speicher von Amazon bestellt.
Mein letzter ServerGeliefert wurde gefälscher Speicher. Irgendwelche gammeligen alten Module mit schwarzem Klebeband umwickelt damit sie aussehen wie die Originalen.
Die Retourenprüfung ist anscheinend einfach eine Sichtprüfung: 2 Module in der Packung, alles klar.
Und ab damit wieder als Neuware in den Verkauf.
Das ist schon dreist. Zumal die wenigsten Module wegen „Nichtgefallen“ retourniert werden dürften sondern wegen Mängeln.
Jedenfalls hatte ich jetzt die Module an der Backe. Toll.
Die Rücksendung und Zusendung neuer Module lief schnell, wobei die Retoure laut DHL-Tracking zwar bei Amazon eingegangen ist, dort aber nicht mehr gefunden wird. Daher steht der Status der Bestellung immer noch auf „Wir warten auf Ihre Retoure“ – nach über 3 Wochen. Sehr seltsam.
Mit den neuen Modulen den Rechner zusammengebaut und in Betrieb genommen.
Windows Server 2016 Essentials installiert und – keine Netzwerkverbindung.
Obwohl das Board angeblich für Server gedacht ist funktionieren die Treiber nicht. Auch nicht von der Webseite des Boardherstellers. Toll.
Die manuelle installation der Treiber über den Gerätemanager hat dann allerdings funktioniert.
Netzwerk ist da. Gleich mal auf intel.de nach neuen Treibern suchen – „Erweiterte Sicherheitseinstellungen von Internet Expolorer“ verhindern das Surfen. Toll. Erst mal ein Loch reinbohren oder – Firefox installiert.
Damit kommt man auf die Intel-Webseite, kann das Treiber-Update-Tool herunterladen, starten und – „Betriebssystem wird nicht unterstützt“. Da freut man sich über die verplemperte Zeit.
Mit der manuellen Suche findet sich dann noch ein aktueller Netzwerktreiber und zum Glück lädt Windows alle anderen Treiber aus dem Windows-Update ganz alleine.
Das Update hat dabei ein paar Stunden gebraucht, unglaublich viele Updates waren zu installieren, mehrfach neu booten, nervig. Mit Linux geht das deutlich schneller.
Windows-Lizenzen kann man mittlerweile anscheinend nicht mehr einfach so im Laden kaufen.
Die meisten Angebote enthalten nur noch einen Key und einen Download-Link. Ob das legal ist?
Schauen wir mal bei eBay – Windows Server 2016 Essentials
Bei der Menge an Angeboten habe ich extra einen Anbieter aus Deutschland mit >99% positiven Bewertungen herausgesucht. Der Key wurde schnell geliefert, nur die Rechnung kam dann doch aus England und  „dieser Key wurde bereits auf einem anderen PC aktiviert“. Ein klarer Fall von Betrug.
Zum Glück gab es nach kurzem Hin- und Her das Geld zurück und ich habe bei einem anderen Anbieter neu bestellt. Eine GmbH mit deutscher Anschrift und deutscher Steuernummer. Diesmal schien alles zu stimmen, der Key liess sich problemlos aktivieren, der Server läuft.
Dann noch den Microsoft SQL-Server 2016 Standard installiert. und die Kiste läuft.
Das war definitiv mein letzter Server.
Nach 1 Jahr Pause weiss ich garnicht mehr wie ich das früher täglich durchgehalten habe.
Ich bin mittlerweile wirklich zu alt für diesen Scheiss.
 
 

Werbe- und Tracking-Filter mit Pi-Hole fürs Heim- und Firmennetz

Ein kleiner Erfahrungsbericht zum DNS-Filter Pi-Hole.
Werbe- und Tracking-Filter mit Pi-Hole fürs Heim- und Firmennetz
Werbe- und Tracking-Filter mit Pi-Hole fürs Heim- und Firmennetz
Auf dem PC hat man in der Regel die üblichen Adblocker und Tools installiert (ublock, noscript, ghostery), einen Virenschutz dazu. Aber irgendwie bleibt ein ungutes Gefühl. Denn die Daten werden ja erst auf den PC geladen und dort verarbeitet bevor überhaupt irgendetwas geblockt werden kann. Was wenn da eine Lücke ist die noch niemand kennt? Oder was macht eigentlich der PC im Hintergrund? Spätestens mit Windows 10 werden ja massenhaft Daten übertragen, Google, Facebook und Co. saugen trotz Datenschutzgrundverordnung alles auf was sie an Daten bekommen können.
Nachdem mir auf dem Tablet zum 2. Mal ein Werbefenster aufgepoppt ist „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben einen großen Misthaufen gewonnen“, bei dem es nur OK weiterging (oder eben Browser schliessen) bin ich auf der Suche nach einer Lösung für das Android-Tablet gegangen. Dabei kam dann die Erkenntnis daß da ja noch viel mehr ist – Handies, PCs, Tablets, IOT-Geräte, selbst der Fernseher ist Internetfähig.
Theoretisch kann man jedes Gerät einzeln schützen, beim PC ist das noch vergleichsweise einfach. Aber alles aktuell und funktional zu halten ist eine Herausforderung. Und so Geräte wie der Fernseher lassen kaum Einstellungen zu. Den Internetzugang abschalten wäre eine Möglichkeit. Aber Mediathek und Amazon Prime sind eben doch interessante Dienste.
Daher muss eine netzwerkweite Lösung her.
Irgendein Gerät das den ganzen Mist aussortiert bevor er überhaupt ins Hausnetz kommt.
Zum Abblocken externer Zugriffe gibt es natürlich eine Firewall. Die bringt aber nicht viel wenn der Angriff von innen startet, d.h. vom eigenen Browser. Denn der hat natürlich Internetzugriff auf das Internet. Oder irgendwelche Apps die man auf dem Handy installiert hat. Kaum jemand weiss was die im Hintergrund machen.
Also habe ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht.

Und dann kam Pi-Hole
Ein Pi-Hole für die ganzen Werbe-Ass-holes. Das ist was feines. Aber was genau ist Pi-Hole?
Pi-Hole ist im Prinzip einfach ein DNS-Server mit Filterfunktion.
DNS-Server? Was ist das?
Alle Webseiten werden im Internet mit IP-Adressen angesprochen, z.B. 46.237.210.114 für meinen Server.
Das kann sich aber niemand merken, also bekommen die Server Namen. z.B. bastel-bastel.de
Früher hat man tatsächlich Server direkt über die IP-Adresse angesprochen und auch heute noch gibt es z.B. im Darknet Server ohne Namen die man nur über die IP-Adresse findet. Die meisten Webseiten werden aber „menschengerecht“ mit Namen angesprochen (der Maschine ist es egal ob Name oder Nummer).
Je nachdem welcher Dienst gewünscht wird steht dann noch was davor, z.B. für Webseiten http://www oder verschlüsselt https://www. Für meinen Server damit https://www.bastel-bastel.de
Das kann sich ein Mensch schon besser merken.
Gibt man das www.bastel-bastel.de im Browser ein, dann wird im Internet eine Verbindung zu meinem Server aufgebaut. Das http:// oder https:// kann man in der Regel weglassen, das funktioniert meistens auch so.
Aber woher weiss der PC wo die Webseite sich im Internet befindet?
Das weiss er nicht, dafür braucht er Hilfe.
Und da kommt der DNS-Server ins Spiel. DNS heisst nämlich nichts anderes als Domain-Name-System wobei Domain einfach für die Domäne steht, hier für den Server, bei größeren System auch für die Firma.
Und der DNS-Server ist ganz einfach ein Telefonbuch. Allerdings ein dynamisches und schlaues!
Statt Name und Telefonnummer steht da einfach die Domain und deren IP-Adresse drin.
Der DNS-Server weiss also daß www.bastel-bastel.de die IP 46.237.210.114 hat.
In jedem Netzwerk gibt es normalerweise einen DNS-Server, meistens ist das der Router der die Verbindung zum Internet herstellt. Da das Internet aber so groß ist und die Router so klein gibt es ein System von verteilten DNS-Servern. Der Internet-Anbieter hat einen größeren DNS-Server, dann gibt es noch die Internet-Registrierungsstellen bei denen man eine Domain registrieren kann und die Hosting-Anbieter bei denen man seinen Server ins Rechenzentrum stellt oder einen virtuellen Server mieten kann.
Es gibt unzählige Möglichkeiten.
Wenn man jetzt eine Webseite besuchen will, dann fragt der PC den Router nach der IP-Nummer der gewünschten Seite. Weiß der Router diese Nummer bereits, dann ist die Anfrage schon erledigt und die Seite wird geladen.  Weiß der DNS-Server im Router die Nummer nicht, dann fragt er einfach den DNS-Server des Internetanbieters oder irgendeinen anderen – es gibt viele davon. Wenn der DNS-Server das auch nicht weiss, dann fragt er sich durch bis er einen DNS-Server gefunden hat der die Nummer weiß.
Die bekommt dann der PC zurückgemeldet und schwups geht es zum Surfen auf die gewünschte Seite.

Früher bestand eine Webseite einfach aus Inhalten die von einem einzigen Server geladen wurden.
Heutzutage wird aber beim Aufruf einer einzigen Webseite oft das halbe Internet mitgeladen.
Geht man auf eine aktuelle Nachrichtenseite, dann wird nicht nur die gewünschte Nachrichtenseite geladen sondern die Leute wollen auch wissen, wer surft, was man liest, wo man herkommt und wo man hingeht. Und ein bisschen Werbung gibts bitteschön auch dazu.
Das machen die aber nicht selbst, sondern da wird irgendein Tool von irgendeinem Anbieter verwendet. Sehr beliebt ist Google Analytics.  Dann gibt es noch Werbenetzwerke, bei denen man Geld bekommt sobald eine Werbung geladen wird, oder jemand auf Werbung klickt.  Manche Webseiten werden von verschiedenen anderen Webseiten zusammengewürfelt. So kann es mittlerweile vorkommen, daß beim Aufruf einer Webseite Anfragen an 20 oder mehr fremde Server geschickt werden die man eigentlich garnicht will.  Schon mal gefragt warum man manche Produkte in einem Shop angeboten bekommt wenn man vorher nach genau diesen Produkten im Internet gesucht hat? Das wird genau durch diese Tracking-Tools analysiert und berechnet und soll ein „optimiertes Surferlebnis“ sein.
Die Erfassung dieser Daten ist zwar datenschutzrechtlich sehr bedenklich. Aber im Zweifelsfall bekommen nur die Kleinen eins auf die Mütze. Also wenn in der Datenschutzerklärung ein Komma falsch gesetzt ist oder so. Die Großen die Terabyte-weise Daten abgreifen haben genug Anwälte um sich zu wehren. Und an die traut sich eh niemand ran. Anwälte nicht weil sie sich nicht trauen und es den meisten sowieso nur um die schnelle Kasse beim Abmahnen geht. Und der Staat nicht weil keiner wirklich Ahnung hat.
So und genau bei diesen fremden Servern setzt Pi-Hole an.
Da muss man sich halt selber schützen vor Google, Microsoft, Facebook und Co.
Während mit einem Adblocker alles geladen wird bevor es geblockt werden kann prüft Pi-Hole einfach direkt die IP-Adressen. Dafür gibt es riesige Listen mit Servern die bekanntermaßen Daten abgreifen, Werbung ausliefern oder gar bösartige Inhalte haben.
Surft man also auf eine Webseite und von dort werden von anderen Seiten Inhalte nachgeladen, dann kann Pi-Hole jede einzelne Anfrage überprüfen und blockieren. Für sämtliche Tracking-Server, Werbenetzwerke und ähnliches kann Pi-Hole jetzt einfach statt der eigentlichen IP-Adresse eine leere Antwort liefern. Die Anfrage läuft in ein schwarzes Loch – daher der Name Pi-Hole.
Das Pi im Name kommt davon, daß das System auf einem Raspberry Pie schon optimal läuft (Idealerweise Model 3).  Die Installation hat bei mir keine 5 Minuten gedauert, dazu noch 10 Minuten Einarbeitung und schon lief das System grundlegend. Die Software läuft zwar auch auf anderen Linux-System, aber so ein kleines Raspberry-Kistchen ist die einfachste Lösung. Schnell, kostengünstig und gut.
Da die Inhalte der Server garnicht erst abgerufen werden spart man sich damit einiges an Datentransfer. Das Surfen wird viel schneller!
Damit wird neben Werbung auch Tracking unterbunden, denn auch Anfragen an Server die einen beim Surfen verfolgen verschwinden im schwarzen Loch.
Und da viele Trojaner und sonstiger Müll über kompromittierte Werbenetzwerke ausgeliefert werden werden die auch gleich mit erledigt. Dazu noch jede Menge sonstiger Müll der von bekanntermaßen bösartigen oder unerwünschten Servern kommt.
Da der DNS-Server eine zentrale Komponente in einem Heim- oder Firmennetzwerk ist kann man durch Einsatz eines Pi-Hole DNS-Filters mit einem Klick ein ganzes Netzwerk filtern.  Und nicht nur PCs sondern auch Handies, Tablets und alle Geräte die auf das Internet zugreifen arbeiten mit DNS-Zugriffen und werden effektiv gefiltert.

Erspart Pi-Hole einen Adblocker oder Scriptblocker?
Nein, Pi-Hole blockt zwar die DNS-Abfrage, so daß die meiste Werbung erst garnicht geladen wird. Aber es gibt immer noch Werbung die direkt vom Anbieter der Webseite geladen wird. Und die aufgerufene Webseite kann ja auch gehackt oder verseucht sein.
Daher empfiehlt es sich trotz Pi-Hole, weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.
Allerdings wird ein Großteil des Mülls garnicht erst geladen, die Blocker haben damit deutlich weniger zu tun, der Rechner wird entlastet und damit schneller!
Strom spart es übrigens auch! Wenig zwar bei jedem Aufruf, aber wenn man an Milliarden an Bytes denkt die sinnlos übertragen werden, dann summiert sich das auf eine ganze Menge. Der Strom für den verwendeten Raspberry ist bei täglichem Surfen oder in einer Firma schnell wieder eingespart wenn der Rechner weniger an sinnloser Werbung rumbasteln muss.

Beispiele?
Pi-Hole hat eine einfache aber tolle Statistikseite.
Für 24 Stunden werden mir 14.000 Anfragen angezeigt, davon wurden 3600 geblockt entsprechend um die 25%. Auf der schwarzen Liste stehen aktuell über 130.000 Server.
Und falls mal etwas falsch geblockt oder nicht geblockt wird kann man über das Menü die gewünschte Seite ganz einfach sperren oder entsperren.
Die am meisten geblockten Seiten sind z.B.
usage.trackjs.com, googleads.g.doublecklick.net, google-analytics.com, capture.trackjs.com, googleadservices.com, fls-eu.amazon.de und viele mehr.
Wie man sieht jede Menge Tracking und Werbung.

Und sonst so?
Als Nebeneffekt kann man auch sehen was der PC macht wenn er mal alleine ist.
Beim Start werden erst mal ein paar Microsoft-Seiten angesteuert, z.B. settings-win.data.microsoft.com, watson.telemetry.microsoft.com.
Ob da Daten übertragen werden oder nicht? Alleine durch den Aufruf kann Microsoft erkennen wann man seinen PC verwendet. Und das geht die mal garnichts an.
Dann noch teredo.ipv6.microsoft.com – da ich im Heimnetz noch IPv4 verwende basteln sich die Windows-Rechner einfach einen Tunnel zu Microsoft um per IPv6 Daten übertragen zu können. Ob was übertragen wird ist ein Streitthema im Netz. Aber alleine dieMöglichkeit – Klick und weg.
Mein Brother-Drucker wird über einen Netzwerknamen angesprochen, die Windows-Rechner fragen alle 30 Sekunden beim Router nach ob die Kiste noch erreichbar ist. Kein Problem aber muss das sein?
Dann doch lieber mit fester IP-Adresse ansteuern, unnötiger Netzwerkverkehr stört nur.
Der Fernseher will öfter mal irgendwelche Herstellerseiten ansteuern, de.lgtvdsp.com, eic-ngfts.lge.com, de.ibs.lgappstv.com, snu.lge.com – was er da wohl sucht?
Es finden sich viele interessante Dinge die einem so garnicht bewusst sind.
Auch das Ipad schickt obwohl es „aus“ ist regelmäßig Anfragen. time-ios.apple.com, pd.itunes.apple.com, init.itunes.apple.com, init-p01st.push.apple.com, p19-keyvalueservice.fe.apple-dns.net, usw.
Was da wohl übertragen wird?

Fazit
Für jeden der sich ernsthaft um Datensicherheit Gedanken macht ist ein zentraler Filter essentiell wichtig.
Ein DNS-Filter ist zwar kein Allheilmittel aber eine gute Basis auf die man aufbauen kann.
Das Pi-Hole-System ist absolut einfach zu installieren (Anleitungen gibt es genug im Web, daher habe ich mir das erspart) und auch für Laien bedienbar. Dazu sind die Kosten überschaubar. Die Software ist kostenlos, die Hardware gibts schon für unter 50,-Euro. Und es werden ALLE Geräte beglückt, egal ob PC, Tablet oder sonstiges.

Update-Frust weil man die Anleitung nicht liest?

Wer braucht schon eine Anleitung!?
Aber mit pihole – up mal eben über die Kommandozeile aktualisiert, kann ab Version 5.x zu einem bösen Erwachen führen.
Da wurde nämlich der Seitenaufruf geändert!
Man muss der IP-Adresse, bzw. dem Rechnername des Pihole-Servers jetzt ein /admin anfügen, sonst bekommt man nur ein ERROR 403 – Zugriff verweigert!
Also: Anleitung lesen! (ich habs nicht getan und musst dann erst recherchieren)

Bitcoin, Etherum – ein Selbstversuch

Bitcoin, Etherum - ein Selbstversuch
Goldsucher in virtuellen Währungen


(16.1.2018)
Vorüberlegung.

Virtuelle Währungen wie Bitcoin oder Etherum sind gerade in aller Munde.
Klar, bei Kursanstiegen von weit über 1000% in weniger als einem Jahr.
Allerdings – während ich das schreibe, sind die virtuellen Währungen gerade im freien Fall.
Aktuell liegt ein Bitcoin nur noch bei 8000,- Euro. Der Höchststand war mehr als doppelt so hoch.
Die Währung ist also hochvolatil. Und vielleicht sehen wir auch gerade den Zusammenbruch des Systems.
Nichts für schwache Nerven. Ein Spiel wie im Casino.

Bitcoin, Etherum - ein Selbstversuch


Da ich als ITler in letzter Zeit öfters darauf angesprochen wurde dachte ich, es wäre mal Zeit für einen Selbstversuch und einen Blog-Beitrag.
 
Letzte Woche wollte ein Bekannter, dass ich ihm ein Mining-Rack zusammenbastle.
Das ist ein PC mit vielen Grafikkarten oder Spezialprozessoren, die nichts anderes tun, als irgendwelche Berechnungen durchzuführen, damit virtuelle Währungen zu „schürfen“ und viel Strom zu verbrauchen.
Ich habe lachend abgelehnt, für solche Spielereien habe ich keine Zeit – und außerdem ist er auch etwas zu spät dran. Da sich virtuelle Währungen seit einiger Zeit als Trend erweisen, sind schon sehr viele Menschen auf den Zug aufgesprungen. Entsprechend benötigt man für das Schürfen extrem viel Rechenpower.

Passende Grafikkarten von AMD und auch nVidia sind quasi ausverkauft. Es gibt fast nirgends eine Radeon RX580-Karte (das sind die am meisten empfohlenen) oder ähnliches zu kaufen. Die Teile sind ideal fürs Schürfen von Krypotwährungen
Ziemlich sinnfrei und sehr schädlich für die Umwelt.
Aber da der Mensch von Natur aus gierig ist und es Leute gibt, die die Bitcoins nicht nur schürfen (so nennt man die Berechnung), sondern kaufen, gibt es auch einen Markt. Und solange es Menschen gibt, die meinen, der Einstieg wäre noch billig und man könnte noch mehr Gewinn damit machen, solange steigt der Kurs.
Wenn aber keiner mehr was dafür zahlt, dann stürzt das System in sich zusammen.
Ein Bitcoin hat keinerlei inneren Wert, der Preis bestimmt sich alleine durch die Nachfrage.
Wenn keiner mehr etwas dafür zahlt, hat man einfach nur eine verschlüsselte Zahl in einem Computer. Ein paar Bits und Bytes.
 
Merke: Es gibt nichts geschenkt! Auch nicht bei virtuellen Währungen.
 
Gestern hat mir ein Freund erzählt, dass er seit einer Woche mit einer RX480 Etherum schürft und schon ein Guthaben von 30,- Euro „errechnet“ hat. Gut, er weiß noch nicht wie er das Geld dann auch auszahlen lassen kann, aber spannend wäre das schon. Ich sollte das doch auch mal ausprobieren.
Also gut, nachdem ich da von mehreren Seiten angesprochen wurde will ich mich doch nochmal genauer damit beschäftigen und einen Selbstversuch starten – Ich werden zum Minenarbeiter und schürfe virtuelle Währungen. Bin gespannt, ob das klappt. Einen Blogbeitrag ist es allemal wert.
In 2013 hatte ich schon mal mit Bitcoin-Mining gespielt und das für Blödsinn erachtet.
Eine glatte Fehleinschätzung. Es ist zwar in der Tat ziemlich sinnfrei, aber hätte ich in 2013 ein paar Bitcoins „geschürft“, dann wäre ich heute vielleicht reich.
Sogar meine Zugangsdaten habe ich noch, also heute mal eingeloggt und mein „Vermögen“ liegt genau bei 0.0 Bitcoins. Schade eigentlich.
Mit dem damaligen Zugang kann ich aber leider keine weiteren Versuche unternehmen, da man dafür spezielle Hardware benötigt. Einfache PCs oder selbst Grafikkarten (die sind für das Schürfen virtueller Währungen deutlich effizienter als normale PC-Prozessoren) werden bei dieser Börse nicht mehr akzeptiert.
 
Also habe ich mir diverse Anleitungen und Informationen durchgelesen, Anleitungen gibt es wie Sand am Meer. Aber so richtig Schritt für Schritt, vollständig, brauchbar und funktionsfähig sind die wenigsten.
Die meisten „professionellen“ Seiten sind entweder zu technisch, unvollständig (setzen viele Informationen bereits als bekannt voraus), überheblich (wie, Einsteiger? Als wir anfingen waren wir direkt Profis, Anfängerfragen unerwünscht)oder gar fehlerhaft (vielleicht auch nur veraltet).
Informationen zusammenzusuchen ist daher sehr mühselig.
Außerdem gibt es viele Möglichkeiten, Krypto-Währungen zu schürfen, für die Verwaltung des Geldes benötigt man eine Brieftasche (englisch Wallet) und irgendwie muss das Geld ja auch aufs Konto.
Das kommt allerdings erst ganz am Ende.
Dazu benötigt man einen langen Atem, viele Anbieter dürften gut daran verdienen, dass Anfänger „Rechenzeit“ zur Verfügung stellen, ein bisschen Geld errechnen und dann vor Auszahlung die Lust verlieren. Oder es sind Kriminelle, die gar nicht auszahlen wollen. Oder sie werden von Kriminellen gehackt und das Geld ist weg. Es gibt viele Möglichkeiten sein virtuelles Geld zu verlieren. Etwas zu verdienen ist schon deutlich schwerer und reich werden nur die wenigsten.
Der Zug ist leider schon abgefahren.
Ja, 2013 wäre das vielleicht noch was geworden. Aber wie oben geschrieben – glatte Fehleinschätzung.
 
Welchen Anbieter nehmen?
Wie gesagt gibt es sehr viele Anleitungen und die wenigsten sind direkt brauchbar. Aber mit etwas Geduld habe ich ein funktionsfähiges Mining-System installieren können.
Für den Anfang habe ich 2 Systeme ausprobiert:
NiceHash.com: 
Vorteil:
Absolut Anfängertauglich, in Minuten installiert, Klickbunt und vor allem lässt sich da auch mit normalen PCs noch ein bisschen schürfen. Die meisten anderen Systeme setzen mittlerweile potente Grafikkarten oder gar Spezial-Chips voraus.
Nachteil:
Das System wurde im Dezember gehackt, es wurden ziemlich viele Kundengelder abgezogen. Der Ruf der Seite hat einige Macken bekommen.
 
Ethermine.org:
 
Vorteil:
schnell, übersichtlich, funktioniert einwandfrei, hat einen guten Ruf.
 
Nachteil:
man muss schon selbst rausfinden wie das funktioniert. Dafür gibt es aber einige Anleitungen im Web. Vielleicht schreibe ich ja auch selbst noch eine.
Man benötigt auf jeden Fall eine schnelle Grafikkarte (einfache PC-Prozessoren sind zu langsam).
 
Es gibt natürlich auch noch viele andere Systeme und Anbieter.
Denn als Anbieter verdient man meistens mehr als wenn man selber schürft.
Welchen man wählt muss jeder für sich selbst entscheiden.
Der Freund der mich dazu gebracht hat das auszuprobieren ist bei Nanopool.
Damit gibt es 3 Systeme im Vergleich. Ich werde berichten.
 
Jetzt schürfen meine Büro-Rechner und ich werde reich – oder vermutlich eher nicht.
Weiter gehts im nächsten Blogbeitrag – da schreibe ich, was man so verdienen kann und wie das alles geht.
Merksatz:
Wenn Surfer schürfen wirds den schürfenden Surfern warm!

Update November 2021

Tja, was soll ich sagen – ich könnte obigen Blogbeitrag einfach löschen und keiner würde es merken.

Bitcoin, Etherum und andere Cyber-Währungen haben mittlerweile Werte erreicht, die weit außerhalb dessen stehen, was vernünftige Menschen sich vorstellen können.

Glückwunsch an alle, die durchgehalten haben.
Leider muss ich immer noch arbeiten, denn ich habe kurz nach obigem Blogbeitrag wieder aufgegeben.
Irgendwie tauge ich nichts fürs Zocken. Habe leider auch keine Aktien von Tesla, Apple, Amazon, Google & Co.
Tja, es gab viele Möglichkeiten, um schnell reich zu werden. Bitcoin wäre eine davon gewesen, ich war dabei und bin gleich wieder ausgestiegen. Dumm gelaufen.
Schade, dass ich nicht dabei war.

Andererseits ist das System absolut schwachsinnig und schädlich für die Umwelt.
Es ist ein reines Zockersystem.
Gut, dass ich nicht dabei war!
 

 

EDV – Ende der Vernunft – ein Blick zurück

42er-Box Ludwigsburg (Um 1990)
42er-Box Ludwigsburg (Um 1990)

So ziemlich ein Jahr ist es her daß ich meinen EDV-Service nach über 25 Jahren  fast vollständig aufgegeben habe (3 nette Kunden habe ich noch).
Seither arbeite ich nur noch online an meinem Decalservice (www.drucker-onkel.de)
Ein gewisses Risiko.
Wie sieht es 1 Jahr später aus?
EDV - Ende der Vernunft - ein Blick zurück
Zeit für einen Rückblick – Erstmal ganz zurück…
Um 1986 habe ich mit dem Computer-Zeug angefangen, ab 1988 gewerblich zusammen mit meinem Onkel Computer verkauft und nebenher Informatik studiert.  Anfangs war das richtig toll.
Man hat gut verdient und spannend war das Thema rund um die Computer sowieso.
Übrigens -wenn man die Erfinder einer Technologie persönlich kennenlernt, dann ist die Technologie entweder noch ziemlich neu oder man selbst ist schon ziemlich alt.
Bei der EDV trifft vermutlich beides zu. Jedenfalls ist es noch garnicht so lange her daß Computer etwas sehr exotisches waren.
ich hatte im Studium die Gelegenheit Konrad Zuse persönlich kennenzulernen, einen der Erfinder des Computers. Ein tolles Erlebnis.
Natürlich lief die Entwicklung der Rechenmaschinen an vielen Orten parallel und man kann nicht so ganz genau sagen ab was so eine Maschine der Definition eines Computers entspricht. Konrad Zuse jedenfalls baute die erste voll funktionsfähige Rechenmaschine die heute als weltweit erster Computer anerkannt ist.
Es gab laufend etwas neues, man war noch Pionier.
ISDN habe ich mit der 42er-Box Ludwigsburg von Anfang an mitgemacht und bei DSL war ich damals der 2. Anschluss an meinem Wohnort.
Internet lernte ich an der Uni-Stuttgart kennen noch bevor es das WWW gab.
Usenet, Mosaic-Browser, das ganze Zeug war noch ganz am Anfang. Hätte ich bloß damals irgendwann Microsoft- oder Google-Aktien gekauft oder später Amazon. Naja, hinterher ist man immer schlauer.
Später habe ich als Einzelkämpfer weitergemacht und für viele Kunden EDV-Service angeboten.
Das war eine interessante und tolle Zeit.
Dann kamen die Elektro-Großmärkte und haben die Preise für Hardware kaputtgemacht.
Immer mehr kleinere Mitbewerber haben aufgegeben und am Schluss war ich ziemlich alleine in meiner Nische als Einzelkämpfer. Lustig nur daß heute genau diese Großmärkte über das Internet jammern das ihnen das Geschäft kaputt macht – eine späte Genugtuung und nein, ich habe keinerlei Mitleid.
Der Service wurde aber immer schwieriger und nerviger.
Kunden wollten von mir Hardware incl. Garantie und Service aber zum Abholpreis der Discounter. Und natürlich am besten die Business-Geräte zum Preis der Consumer-Kisten.
Schlimmer waren aber die Lieferanten der Business-Lösungen.
Die einen verschwanden, die anderen wuchsen zu Riesenfirmen und damit zu Problemen (für mich).
Wo früher ein Geschäft auf Gegenseitigkeit bestand (ich meldete Bugs und Tipps die ich bei meinen Kunden angewandt hatte und bekam im Gegenzug gute Unterstützung beim gemeinsamen Kunden) gab es plötzlich nur noch Support-Verträge – zu horrenden Preisen – direkt für den Endkunden.
Ein Anbieter einer Ärzte-Software ging sogar so weit daß er von mir einen Partnervertrag wollte in dem ich 10% meiner gesamten Umsätze(!) mit der jeweiligen Praxis als Provision an ihn abführte im Gegenzug für Zugriff auf das Händlersystem – da gab es also nicht etwas einen Händler-Rabatt sondern ich sollte sogar noch dafür zahlen daß ich meinen Kunden diese Software installieren dürfte (der Arzt durfte natürlich noch extra zahlen – monatlich). Klar, die wollten lieber ihre eigenen Servicetechniker schicken. Und am besten alles aus einer Hand verkaufen – incl. Hardware.
Auskunft, Service, Hilfe nur noch gegen Bares – zusätzlich zum sowieso bereits extrem gestiegenen Kauf- und Servicepreis der Software. Eine Abzock-Mentalität machte sich breit.
Ich stand zwischen den großen Firmen, Internet-Shop und Endkunden.
Natürlich wollte ich auch noch was verdienen. Aber der Wert meiner Arbeit war für die Kunden nur schwer zu begreifen. Erst jetzt nachdem ich weg bin und sie entweder niemand mehr finden oder andere, größere Firmen die deutlich teurer sind, jetzt gibt es nachträglich lobende Worte: „Bei Dir war das früher viel besser und auch deutlich günstiger“.
(Vielleicht ist auch der eine oder andere froh daß jetzt alles besser ist. Ich habe nicht alle befragt.)
Einkaufsquellen gab es nicht mehr, der Großhandel ein Witz, die Preise höher als für Endkunden im Web, dafür Null Service und Gewährleistung und Garantie bleiben an mir als Händler hängen.
Die Kunden jammerten über die hohen Kosten und ich sollte erklären warum das alles so teuer war.
Und warum gingen die Kisten dauernd kaputt. Ein Kunde hat das mal so gesagt: Meine Produkte halten 20 Jahre, wieso halten dann diese blöden Computer nur 2 Jahre!?  – was soll man da antworten?
Während die Wartungsverträge mit den Softwareanbietern von meinen Kunden noch mehr oder weniger klaglos bezahlt wurden blieb fürs Sparen eigentlich nur noch meine Arbeitskraft übrig. Klar, ich war ja nur ein 1-Mann-Betrieb. Da liess es sich einfacher verhandeln als mit der (kostenpflichtigen) Hotline einer großen Branchensoftware-Firma.
Irgendwann war mir das dann aber zu doof. Wieso sollte ich darüber diskutieren ob eine regelmäßige Prüfung der Datensicherung oder Einspielung von Updates sinnvoll ist. Ist doch nicht mein Problem wenn das Zeug irgendwann nicht mehr funktioniert. Bei einem Ausfall wäre es dann aber doch wieder mein Problem gewesen.
Wieso musste ich eine Stunde lang erklären warum man ab und zu mal eine neue Backup-Festplatte für 100,- Euro kaufen sollte (von einem neuen Arbeitsplatz oder gar Server garnicht erst zu reden, die sind ja nach 8 Jahren noch wie neu) und das dann  abgelehnt wurde während mir eine halbe Stunde später stolz vom Chef der neue Firmenwagen präsentiert wurde der im Leasing sicher monatlich den Wert mehrerer Festplatten gekostet hat.
Dazu immer neue Gesetze und Vorschriften die mich mehr und mehr ins Risiko drängten ohne daß ich davon irgendwelchen Nutzen hatte.
Auch wird alles immer mehr in die Cloud verlagert, ich lehne das nach wie vor kategorisch ab. Kaum in der Cloud schon geklaut! Firmendaten gehören NICHT in die Cloud. Punkt!
Immer mehr Trojaner, Viren, SPAM und sonstiger Müll und die Leute klicken einfach drauf und jammern dann wenn die Kiste abschmiert oder die Daten verschlüsselt sind. (bei fehlender Datensicherung wie bereits weiter oben erwähnt besonders lustig).
Rumgemaule weil der Anwender keine Admin-Rechte am Arbeitsplatz hat und dann eben nicht mal schnell Juniors gecrackte CAD-Software in der Firma installieren kann anstatt der legalen Version.  Oder die dauernden Versuche, mich zum Mittäter zu machen: Hast Du nicht mal einen Crack? Das kann man doch auch so installieren!? Kann man, ja, aber nicht mit mir!
Fremdfirmen die mal so eben ohne mich zu benachrichtigen Zugriff auf den Server bekommen um irgendwas zu installieren (der Admin-Zugang ist ja im Tresor hinterlegt) und dann werde ich angerufen weil das Netzwerk im Eimer ist. Toll!
Sinnlose Updates und fehlerhafte Fehlerbereinigungen für Betriebsysteme und Software. Immer mehr Knirschen im Zusammenspiel diverser Komponenten. Die aktuelle Software wird zwar immer bunter und mächtiger, für meine Begriffe aber auch immer wackeliger. Professionell ist was anderes.
Und dann Windows 10 mit Zwangsbeglückung durch Cortana, Datenabsaugen, automatischen Zwangsupdates die sich nicht mehr abschalten lassen.
Nein, das war nicht mehr meine Welt.
Mit 46 war ich Anfang 2017 einfach „zu alt für diesen Scheiss
Zum Glück läuft mein Decalservice sehr gut. Und da schaffe ich es auch daß die meisten Kunden zufrieden sind, das macht deutlich mehr Spass als dieses EDV-Zeug am Ende.
2017 – ein Jahr ohne EDV-Service
eine schwere Entscheidung wenn man selbständig ist und einfach mal alles umbaut. Was ist seither geschehen?
Die neue EDV-Betreuung eines Kunden rief mich mittlerweile mehrfach an weil sie nicht weiter wussen. Leute die mit Microsoft-Zertifikaten ausgestattet waren aber von Basics wohl doch nicht so viel Ahnung haben. Wenn im Mai 2017 entdeckt wird daß die Datensicherung seit Januar 2017 nicht mehr läuft weil die Sicherungsplatten defekt sind (siehe oben). Und dann bei mir anrufen und fragen was ich davon halte. Na gut Leute, da ich das Ding im Oktober 2016 übergeben habe und es da noch über 2 Monate lief und dann ausfällt und so etwas elementar wichtiges erst ein halbes Jahr später auffällt ganz offen: Ihr Pfeiffen!
Bei einem anderen Kunden war die Datensicherung auf einem Notebook aus Datenschutzgründen „verboten“.  Habe ich zwar nie kapiert aber irgendwann akzeptiert. Ist ja nicht mein Problem. Der „neue“ Dienstleister hat dann wohl irgendein Update eingespielt und die Benutzer umgestellt, dabei alle Daten gelöscht und dann haben sie vielleicht bemerkt warum ich immer Datensicherung empfohlen habe. Naja, nicht mein Problem.
Im Sommer 2017 gab es dann ein automatisches Windows 10 Update das die Treiber für Nadeldrucker zerschossen hat – Nadeldrucker, das sind diese antiken lauten Teile die man in Arztpraxen heute noch verwendet um Rezepte auszufüllen. Ich war an diesem Tag zufällig beim Zahnarzt und habe mich gewundert warum ich ein handschriftliches Rezept bekomme. Später habe ich dann einen Anruf von meinem EDV-Nachfolger bei einem (anderen) Arzt erhalten ob ich eine Idee hätte. Mein Tipp: wenn das nach dem Update passiert ist einfach mal das Update wieder runterschmeissen. Kurz darauf stand das Problem bereits in den News auf IT-Webseiten. Nicht mehr mein Problem.
Übrigens hatte ich es bis zum Schluss vermieden, irgendwo bei gewerblichen Kunden Windows 10 zu installieren. Heute gibts leider nichts anderes mehr.
Tja und dann die Sache mit den Versichertenkarten: Am 1.10 wurden wohl einige der ersten elektronischen Versichertenkarten „aus Sicherheitsgründen“ deaktiviert. Nur wurde vergessen daß solche Karten auf Jahre gültig sind und man den Betroffenen vielleicht bei Abschaltung mal Ersatzkarten hätte schicken sollen.
Da saßen die Leute also am Quartalsanfang mit (laut Aufdruck) gültigen Karten beim Arzt und das Lesegerät meinte „Karte ungültig“.  Sicher durften die Ärzte da auch einige Arbeitsstunden für sinnlosen EDV-Service bezahlen, das Problem waren ja die in der Software deaktivierten Karten. Aber das wusste ja zu dem Zeitpunkt kaum jemand.
Zur Cloud schreibe ich ein andermal mehr. Nur soviel: wer seine Daten in die Cloud stellt oder gar seine Hausautomation online über den Server eines Herstellers betreibt ist selber schuld.
Ich habe meine Uralt Heizungsregelung zum Jahresende 2017 ausgewechselt und nach langer Suche nach Cloud-freien (und trotzdem halbwegs aktuellen) Geräten ein System gefunden das ohne Internetzugang funktioniert (aber bei Bedarf per VPN auch von auswärts bedienbar ist). Kaum 2 Wochen nachdem ich diese Entscheidung getroffen habe ist der Cloud-Server eines großen Heimautomations-Anbieters wegen eines Updates ausgefallen. Da ging dann wohl für 1-2 Tage nicht mehr viel.  War meine Wahl für Cloud-lose Steuerung also nicht ganz falsch.
Januar 2018 – Meltdown & Spectre
was für ein Heiden-Spass. Die ganze IT-Welt ist in Aufruhr, alles was am Netz hängt ist theoretisch bereits gehackt. Popcorn!
Die jahrelang „überlegenen“ Intel-Prozessoren waren wohl nur deswegen überlegen weil bei der Sicherheitsprüfung in der Befehlsverarbeitung geschlampt wurde.  Die eilig von Microsoft zusammengebastelten Updates bringen angeblich 5-30% Leistungseinbußen und manche Rechner stürzen nach den Updates einfach ab. Da braucht es erst mal ein Update fürs Update.
Ein Security-Supergau
Abgesehen davon daß meine eigenen Geräte auch betroffen sind kann ich mich entspannt zurücklehnen. Den Mist bei Kunden zu reparieren dürfen jetzt andere machen.
Zusammengefasst kann ich nach einem Jahr sagen: alles richtig gemacht!
Nachdem ich über 30 Jahre bei Freunden und Bekannten der „Computerfreak“ war liegt es wohl an meinem Alter wenn ich aktuell vor der allgemeinen IT-Hörigkeit nur noch warnen kann.
Wenn erst mal Teile der Infrastruktur betroffen sind kann es da noch richtig knallen.
Die Telefonie läuft ja aber 2018 auch endgültig nur noch über das Internet.
Schöne neue Welt.
Tja und dann kommt auch noch die Datenschutz-Grundverordnung

Update, Crash und Recovery

(29.11.2017)Update, Crash und Recovery
Server-Update

42er-Box Ludwigsburg (um 1990)
42er-Box Ludwigsburg (um 1990)

Eigentlich könnte EDV ja so einfach sein – wenn alles so laufen würde wie man will.
Nur meistens wollen die Geräte nicht so wie ich.
Der Plan:
vor ein paar Jahren habe ich mir eine Synology Diskstation DS1815+  gekauft. Da ich für Kunden Super8 und VHS-Filme überspielte und PCs reparierte (Platten-Images zwischenlagern) brauchte ich viel Platz, Für die Datensicherung auch noch was reserviert und schwups stand da eine Kiste mit 7x4TB. Das Ding lief 24h/7Tage die Woche und braucht natürlich viel Strom.
Die NAS- Installation war noch von der Vorgänger-Diskstation DS1512+ und da von der Vorgänger-Maschine.
Updates und Migration funktioniert bei den Kisten wirklich toll. Einfach Platten von der alten in die neue Maschine und dann bei Bedarf die Platten ersetzen – ist ja ein RAID-System: 1TB-Platte raus, 4TB rein, RAID wiederherstellen, nächste Platte. Und wenn alle durch sind das RAID auf den neuen Gesamtplatz vergrößern. Natürlich immer mit Datensicherung vor dem Umbau. Hat aber bisher immer geklappt.
Mit der Zeit liefen immer mehr wichtige und unwichtige Dinge drauf,  unter anderem mein Mailserver (Zarafa) und ausprobiert habe ich natürlich auch einiges. Es war also einiger Müll auf der Kiste.
Deswegen sollte es mal wieder ein sauberer Schnitt werden.
Also kein Plattentausch sondern komplette Neuinstallation.
Nach dem Umstieg von Zarafa (wurde leider nicht mehr für mich brauchbar für die Diskstation weiterentwickelt) auf den Mailserver+ von Synology  liefen nur noch unterstützte Standard-Dienste und damit sollte der Umstieg kein Problem sein.
In der verrückten Cyber/Black/Red-Week (auf Deutsch am besten mit Verramsch-Woche übersetzt) habe ich mir eine DS918+ geleistet und dazu 3x 8TB Festplatten.
Korrekt – eine kleinere Maschine mit größeren Platten. Mit Super8-Transfer mache ich nicht mehr so viel und EDV-Service garnicht mehr, daher brauche ich weniger Platz. 3x8TB im Raid 5 ergeben 16TB (Raid 5 = n-1, also 3x 8TB = 2x 8TB für Daten + 1x 8TB für Parity), da die Hersteller aber anders rechnen und auch etwas Verwaltungsoverhead benötigt wird sind es am Schluss knapp 14TB nutzbarer Kapazität. Das sollte ein Weilchen reichen.
Die kleinere Maschine sollte mit weniger Platten hoffentlich deutlich weniger Strom verbrauchen, durch die größeren Platten ist der Gesamtspeicher aber kaum kleiner als vorher. Dazu habe ich mir eine 250GB SSD als Cache-Medium gegönnt. Insgesamt fühlt sich das System damit deutlich reaktionsfreudiger an.
Die Übertragungsgeschwindigkeit wird jedoch kaum schneller, da ist das Gigabit-Netzwerk mittlerweile der begrenzende Faktor. Das wird dann die nächste Baustelle für 2018 oder 2019 – Umstieg auf ein  10GBit-Netz.
Eine Migration ist leider immer nur in die Richtung „größer“ möglich, daher konnte ich das RAID mit 5 Platten aus der DS1815+ nicht direkt in die DS918+ übernehmen. Ausserdem wollte ich auf das neue BTRFS Dateisystem umstellen. Also gab es die Migration „von Hand“.
Update, Crash und Recovery
„Offener Versand“

In der Cyber-Week habe ich noch eine externe 8TB-Festplatte mitbestellt die von Amazon recht materialsparend verpackt worden ist. Ein Wunder daß das Teil überhaupt angekommen ist.  Aber DHL hat sich diesmal ganz gut geschlagen und daher hat ausser der Versandverpackung nicht viel gefehlt.
Ansonsten kann man bei 150,- Euro für 8TB mit USB3.0 nicht meckern. Für die Datensicherung passt das.
 
DS918+ zusammenbauen (Platten, 8GB extra RAM und 3x8TB einbauen) und installieren. Das ging nebenher und recht flott. Danach waren die Standard-Dienste installiert.
Da die alte Kiste bei mir „Diskstation“ hiess was ab und an kleinere Probleme gab wenn ich eine neue „Diskstation“ eingerichtet habe habe ich die DS918+ einfach „Server“ genannt.
Und da beide Geräte parallel liefen konnte ich jetzt einfach meine Dateien von der einen Diskstation auf die andere verschieben. Das lief problemlos sogar im Produktionsbetrieb. Während der normalen Arbeit wurden im Hintergrund die Daten umgeschauftelt.
Mailserver, Kalender, Kontakte,  Squeeze-Server, alles musste auf die neue Maschine.
Da wir nur 2 Benutzer sind ging das bei den Mails, Kontakten und Kalendern am einfachsten über Outlook- Einfach altes und neues Konto parallel öffnen und die Daten vom alten ins neue Postfach verschieben.
Die Daten habe ich einfach von der einen Freigabe auf die andere kopiert.
Die Umkopiererei hat dann allerdings insgesamt schlappe 2 Tage gedauert. Waren halt doch einige Daten auf der Platte.
CRASH
Tja und dann wollte ich natürlich auch anfangen zu optimieren.
Als erstes habe ich schlauerweise alle Client-Sicherungen neu initialisiert und angefangen Sicherungen auf dem neuen Server anzulegen. 1. Rechner war mein uralter Windows-Server den ich schon seit einiger Zeit umstellen wollte – allerdings eigentlich nicht heute!
Backup erstellt, Updates installiert und dabei gewundert warum der nur eine Platte anzeigte.
Ich war eigentlich der Meinung daß ich da immer zusätzlich lokal gesichert habe. Eine lokale Platte für Daten, eine für die Sicherung. Es war aber keine Sicherungsplatte vorhanden.
Aber die Sicherung auf das alte NAS lief und auf dem neuen funktionierte jetzt auch. (ich sichere immer mindestens doppelt, besser dreifach).
17.50 war die Sicherung abgeschlossen, inclusive Virtueller Linux-Maschine für diese Webseite.  Die nächsten Tage wollte ich die Kiste mal aufschrauben und aussaugen und schauen ob die Sicherungsplatte defekt war oder ob ich die irgendwann mal ausgebaut hatte – heute aber eigentlich nicht.
Tja und dann habe ich Windows-Updates installiert, neu gestartet und weg war der Server.
Übers Netzwerk nicht mehr erreichbar.
Das Ding steht im Keller – ohne Monitor.
Also erst mal Monitor, Tastatur und Maus in den Keller geschleppt und nachgeschaut.
Schwarzer Bildschirm.
Deckel auf, tatsächlich da war noch eine 3TB Seagate-Platte drin. Die wurde aber nicht mehr angezeigt.
Defekte Platte ausgebaut, neu gestartet – Windows startet, lädt, schwarzer Bildschirm. Mehr tut sich nicht.
Verschiedene Optionen durchprobiert, trotz SSD ziemlich langwierig und langweilig.
Mist!
18.00 Uhr: Webseite offline, Server tot.
Eigentlich wollte ich heute noch was anderes machen.
 
RECOVERY
Tja, der wichtige Server-Teil ist eine virtuelle Linux-Maschine und das Backup war gerade mal 10 Minuten alt.
Den Windows-Server (Server 2008) wollte ich sowieso ausser Dienst stellen (HP ML110 – groß und stromhungrig, für die Webseite völlig überdimensioniert – früher lief da mehr (EDV-Service mache ich ja nicht mehr). Der lief nur noch als Host für die Linux-VM und für ein paar kleinere Progrämmchen.
Am PC mal das Backup-Image angeschaut, die Virtuelle Linux-Maschine war nur eine Datei, allerdings 160GB. Die mal eben auf einen anderen PC kopieren war garnicht so einfach, denn da hatte ich überall nur kleine SSD und am Bastelrechner den ich als vorübergehenden Host nehmen wollte war nicht genug Platz frei.
Auf dem Druckrechner war genug frei, allerdings lief da Windows 10.
Das Recovery der Linuxkiste ging schnell:
Kurz Virtualbox installiert und – nur 32Bit VM möglich, das Linux läuft aber mit 64bit.
Lösung: Windows 10 hat selbst bereits Hyper-V integriert und in der aktuellen Version ist das auch gleich aktiviert. Deaktivieren ist aber garnicht so einfach und im Bios muss man dazu auch was ändern. Bios heisst aber „direkt am PC und nicht per Remote-Desktop“, hm, auch der Rechner hatte eigentlich keinen Monitor und der Bastel-Monitor stand ja jetzt im Keller. Ärgerlich. Und ausserdem – das ist meine Haupt-Arbeitsmaschine, wenn die nicht läuft verdiene ich nichts. Also besser nicht anfassen.
Muss ja nicht noch ein System zerlegen.
Dann doch der Bastel-Rechner. Windows 7/64bit ist einfach fein. Zwar alt aber es tut einfach.
Aber ob das auch über das Netzwerk funktioniert?
Ja – funktioniert, Virtualbox installiert, VM eingespielt, IP-Adresse angepasst (hatte sich wegen der geänderten Netzwerkschnittstelle auf dem neuen PC geändert) und läuft!
Perfekt, die Webseite ist wieder online 🙂
Kaum 2 Stunden Lebenszeit verbraten, davon alleine über eine Stunde nur fürs Kopieren.
Da hat mein Kabelanbieter mit knapp 24 Stunden Systemausfall (im ganzen Ort!) vorletzte Woche deutlich mehr Zeit benötigt.
Ich bin zufrieden. Keine Daten verloren.
 
Was noch fehlt:

  • Die Anzeige der Photovoltaik-Leistung – aber aktuell scheint ja sowieso kaum die Sonne – der Datenlogger ist ein Windows-Programm
  • Anzeige der Radioaktiven Umgebungsstrahlung – wird heute schon keinen GAU geben – Eigenbau mit Windows-Software
  • Mail-Archivierung mit Mailstore geht nicht – Windows-Software.

Das waren 3 Dinge die lokal noch auf der Windows-Maschine liefen – ohne Virtualisierung.
Die Funktionen baue ich wieder ein wenn das Ersatzgerät da ist. Ist nicht ganz so dringend.
 
Ersatzmaschine
Nicht ganz so einfach wie das Restore gestaltet sich aber die Suche nach einer Ersatzmaschine.
Denn für aktuelle Boards gibt es keine Windows 7 Treiber mehr.
Das ist ärgerlich. Denn eine Windows 7-Lizenz habe ich noch übrig, Windows 10 nicht.
Und überhaupt Windows 10 ist nicht für den Dauerbetrieb geeignet, das startet gerne mal neu wenn es sich unbeaufsichtigt fühlt. Einfach mal zwischendurch Updates einspielen und am besten beim Neustart hängenbleiben – schon mehrfach passiert. Ausschalten lässt sich dieser automatische Update-Mist leider nicht. Nur verschieben, dann passiert es halt etwas später. Dazu die ganzen Cloud- und Spionage-Einstellungen. Nein Windows 10 ist nicht mein Freund.
Der angedachte Mini-PC Intel NUC713BNH war daher leider nicht möglich, dafür gibts nämlich keine Windows-7-Treiber mehr. Ärgerlich.  Linux ist auch nicht möglich da ich mit meiner Radioaktivitäts-Messung und der Photovoltaik-Anlage noch Programme habe die nur mit Windows laufen, dafür benötige ich leider noch Windows.  Der NUC5CPYH wäre kompatibel,  ist  supergünstig aber auch superlangsam.
Die Entscheidung fiel daher auf den NUC5I3RYH – zwar auch schon ein älteres Modell und leider zum gleichen Preis wie das aktuelle Gerät. Aber immerhin kompatibel zu Windows 7 und – ich habe die gleiche Maschine bereits im Einsatz. Da weiß ich daß es funktioniert.
Am Freitag soll alles angeliefert werden, bis dahin läuft die Webseite erst mal auf dem Bastelrechner mit dem Festplattenimage über das Netzwerk.
Falls was kaputt geht fällt im schlimmsten Fall alles auf den 30.11. 17.50 zurück.
Dann ist halt dieser eine Blog-Beitrag verloren.
Ich werde weiter berichten…
Jetzt ist 1 Uhr, gute Nacht!
 
PS.: Datensicherung nicht vergessen!
 
Ein paar Tage später…
der Webserver läuft problemlos.
Für Web-Zugriffe merkt man keinen Unterschied zwischen dem i3 im NUC und dem XEON 1230 vorher im ML110. Im Gegenteil, das System scheint deutlich schneller zu reagieren. Vielleicht war auf dem alten Server mittlerweile einfach zuviel Müll installiert.
Der Geigerzähler funktioniert auch wieder. Hat noch einen USB-Seriell-Wandler erfordert. Zum Glück war noch einer in der Bastelkiste.
Der Photovoltaik-Logger funktioniert ebenfalls. Wobei im Augenblick fast durchgehend dunkel ist.
Der Stromverbrauch hat sich von über 60W auf ca. 10W verringert, das ist aufs Jahr gerechnet eine Menge.
Das neue NAS 918+ läuft ebenfalls problemlos. Insgesamt bin ich mit der Umstellung zufrieden.
 
 

Dumm wie Brot – irgendwas läuft schief

Dumm wie Brot - irgendwas läuft schief
Ist Denken eigentlich heutzutage verboten?
Oder liegt es an der dauernden Handybestrahlung direkt am Ohr?
Eine Mikrowelle 5cm vom Gehirn entfernt kann ja auf Dauer nicht so gesund sein.
 
Auf dieser Seite sammle ich ab sofort die besonders krassen Fälle, viel Spass beim Lesen…
 
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Wieso bekomme ich solche Anfragen von 11880 Punkt com (Punkt ausgeschrieben – will ja keinen Direktlink setzen)?:
„Guten Tag, meine Frage ist ob Sie Akkuwechsel für iPhone 6 sofort durchführen und welcher Preis dafür verlangt wird.“
 
Wie kommt irgendjemand auf die Idee daß ich Irgendwelche Akkus von irgendwelchen Telefonen wechsle?
Obige Webseite ist ein Auskunftportal, also mal geschaut was die über mich eingetragen haben:
EDV-Beratung, Multimediaagentur.
Anscheinend hat die Aushilfe irgendwo irgendwelche Daten abgeschrieben,
Öffnungszeiten Montag bis Sonntag 05:00 – 10.00, ok, daher die Anrufe Sonntag nachts.
 
Ich kann auf das iPhone mit dem Hammer draufhauen, das ist sogar gratis.
Aber einen Akku wechsle ich nicht.
Anscheinend ist EDV für manche Leute gleichbedeutend mit Handy-Bastelbude.
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Gewerblich habe ich eine Webseite www.druckeronkel.de
Darauf biete ich einen Spezialdruckservice für Wasserschiebefolien (Decals) sowie Aufkleber für den Modellbau.
Dazu gibt es noch einige Info-Seiten zu Drucktechniken allgemein. Ich teile also gratis mein Wissen mit der Welt.
Überwiegend gibt es dazu positiven Feedback, ein bisschen Kritik ist auch ab und zu dabei, aber ansonsten alles Gut.
Das allerdings bringt einige Leute auf die Idee, daß ich wohl der Erklärbär für alle möglichen EDV-Probleme wäre.
Täglich mehrere Anrufe wegen irgendwelchen Computerproblemen, Anfragen wie man einen Drucker repariert, Beratungsanfragen. Ja das ehrt mich schon, aber was soll das?
Wer ein Problem mit seinem PC hat soll zu seinem Händler gehen.
Ich ruf ja auch nicht beim Metzger an weil ich nicht weiß wie ich die überfahrene Katze am besten auf den Dönerspieß bekomme.
Wie? Im Internet gekauft? Beim Discounter? Ja dann selber schuld!
Keine Freunde die sich mit EDV auskennen und sich gratis die Nächte mit Virenentfernung und Reparatur von gammeligen PCs um die Ohren schlagen? Tja, da empfehle ich dann ein Dating-Portal.
Mein Stundensatz liegt bei 80,- Euro + MwSt. Virenverseuchte PCs sollte man normalerweise komplett plattmachen und neu aufsetzen,  Für einen „normalen“ Windows-PC dürfte man bei minimum 3-4 Stunden liegen, je nach installierter Software auch deutlich mehr – gerne übernehme ich den Auftrag, nur hat das Angebot bisher noch niemand angenommen, irgendein PC-Frickler wird das sicher gratis machen.
 
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Wie? Keine Datensicherung? Mimimimimi
KEIN MITLEID!
Viren, Trojaner, Hardware-Ausfall, das kann jeden treffen.
Wer da die paar Euronen für eine externe Platte spart ist selber schuld.
Und wer einen PC verwendet ohne zu wissen daß man eine Sicherung benötigt – dem ist nicht zu helfen.
Da hilft es auch nichts wenn man bei mir vorbeikommt, Plattencrash ist Plattencrash  und bei Verschlüsselungs-Trojanern muss man halt hoffen daß irgendwann irgendwer eine Gratis-Entschlüsselung entwickelt und mit der Welt teilt. Ansonsten sind die Kinder-Fotos der letzten 5 Jahre eben weg.
Klingt Brutal, ist es auch. Aber manche lernen halt nur auf die harte Tour und manche leider nie.
DATENSICHERUNG! DATENSICHERUNG! DATENSICHERUNG!
Ja, auch meine Webseite kann bestimmt gehackt werden, Linux, WordPress und Co. sind löchrig wie ein Sieb. nur sind die Löcher so klein daß die meisten Leute das  garnicht merken. Und wenn sich dann mal ein Tropfen bildet dann wird ein Loch gestopft und in den Medien breitgetreten. Wer dann nicht schnell einen Patch gegen Heartbleed und Co einspielt ist selber schuld. Das schützt aber nicht vor den anderen 42.000 unbekannten Lücken die leider gerade nur der Hacker kennt der es auf meine Kiste abgesehen hat.
Vor einiger Zeit hatte ich mal einem Kunden einen Account auf meinem eigenen Managed Server „untervermietet“.
Ein böser Fehler – der liess eine Agentur (die sehr viel Werbung für ihren „Professionellen Service“ macht) eine Webseite erstellen. Natürlich waren das keine ITler sondern Werbemenschen und daher wurde ein Content-Management-System installiert. So ein Programm mit dem jeder so eine Webseite basteln kann. Also so wie mein WordPress. Ist ja eigentlich nicht schlecht, aber das sollte auch gewartet werden!
Nur leider waren die Leute nicht fitt was Updates angeht und damit wurde mein Server zur SPAM-Schleuder.
Was darin resultierte daß die IP-Adresse meines Servers auf diverse Schwarze Listen kam und ich selbst keine Mails mehr versenden konnte. Tja, der Kunde durfte dann kurzfristig „ausziehen“ und ich habe wieder was daraus gelernt: vor allem „professionelle Werbeagenturen“ sind seither für mich extrem verdächtig was IT-Sicherheit angeht.
Zum Glück wurde nur der Account gehackt und nicht der ganze Server. Ging also für mich nochmal mit einem Blauen Auge aus. „Untervermietung“ zum Geld sparen gibt es seither nicht mehr bei mir.
 
Alles was mit dem Internet verbunden ist ist potentiell bereits geknackt und verseucht!
Und deswegen gibt es eine tägliche Sicherung meines Systems auf ein anderes System.
Gegen Brand, Diebstahl, Viren, usw. hilft optimal eine Dezentrale Sicherungskopie, das heisst: nicht alles an einem Ort lagern – die Sicherung liegt räumlich getrennt woanders. Und idealerweise ist zumindest eine halbaktuelle Sicherung OFFLINE vorhanden, d.h. nicht mit dem PC oder gar Internet verbunden.
Denn da muss der Hacker erst mal durch die Haustüre /Tresortüre /am Sicherheitspersonal vorbei (je nach Wert der Daten)
Für Privat reicht in der Regel eine regelmäßige Sicherung (externe Platte am PC gegen Crash und eine OFFLINE-Sicherung gegen Viren und Trojaner) – und kleiner Tipp – falls der PC verseucht ist ERST die Kiste reinigen und dann erst die Sicherungsplatte anstöpseln, sonst ist die auch gleich verseucht.
Damit meine ich wenn der PC verseucht ist, dann nicht die Sicherungsplatte anstecken und eine Sicherung versuchen. Denn erstens wird damit unter Umständen die saubere Sicherung überschrieben und zweitens  kann der aktive Trojaner /Virus / Was auch immer sich dann an den Sicherungsdateien bedienen.
Und  beim Rückspielen der Sicherung sollte man auch aufpassen daß man in die richtige Richtung kopiert. Auch da soll es schon zu Verwirrungen gekommen sein. Um Daten vom Backup einzuspielen wählt man WIEDERHERSTELLUNG und NICHT SICHERUNG. Naja, ist ja auch egal.
 
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Schon mal von e-Mail-Einschreiben gehört?
ja, ich bis vor kurzem auch nicht.
Obwohl es das wohl schon länger gibt.
Und das funktioniert so:
man bekommt eine eMail mit der Info daß irgendwo eine eMail für einen zum Abruf bereitliegt.
Man darf einen Link anklicken und dort einen Code eingeben, dann bekommt man die eMail zugeschickt (oder kann sie direkt lesen? Ich weiss es nicht)
Der Sinn liegt wohl darin, daß der Absender eine Bestätigung erhält daß ich den Link angeklickt habe.
Da muss man schon einen Knoten in der Hirnwindung haben um sich sowas auszudenken.
 
Ich klicke niemals auf irgendwelche Links in eMails. Bei unbekannten Absendern schon zweimal nicht.
Wer was von mir will soll mir direkt eine Mail schreiben.
Wer einen Zustellnachweis benötigt kann ja ein Einschreiben schicken – per Post!
 
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Eine Kundin / Kollegin / Bekannte / Freundin, also eine nette Dame die für mich die Grafik-Aufbereitung für meinen Decal-Druckservice erledigt hat auf Fratzenbuch eine Gruppe. Darin geht es um Decals.
Der erste „Sticky“ Post (also der oben drüber angeheftete Erklär-Text) erzählt davon, um was es in der Gruppe geht und daß man bei ihr die Grafik erstellen und bei mir drucken lassen kann.
Regelmäßig kommen neue Gruppenmitglieder dazu deren erster Post lautet: „Hallo, weiss jemand wo man (günstig / gut / billig /professionell) (Gratis fehlt noch) Decals drucken lassen kann?“
Da grüble ich dann erst mal über die Intention dieser Personen:
was hat sie bewegt, sich in dieser Gruppe anzumelden und wie haben sie da hin gefunden?
Und was meinen diese Personen wäre das Thema dieser Fratzenbuch-Gruppe?
Ich muss das mal bei Gelegenheit ausprobieren, ich gehe in eine Bäckerei und frage ob sie mir sagen könnten wo es in der Nähe leckere Brötchen zu kaufen gibt.  oder ich frage mal in einer Wirtschaft wo man gut essen gehen kann.
Da sieht man gleich wieder den Vorteil des anonymen Internet – Stellt man so bescheuerte Fragen im Web, dann hat man nur einen virtuellen Balken vor dem Kopf, in Real Life 1.0 könnte es vorkommen daß man selbigen in realer  Hardware übergezogen bekommt.
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Überhaupt Fratzenbuch – ich habe mich angemeldet weil man als EDV-Mensch dabei sein muss, man muss ja wissen um was es geht. Auch schreibe ich ab und zu mal was rein – Werbung für meinen Blog, Infos für Kunden, usw. Aber private Dinge teile ich nicht mit der Welt.
Spannend allerdings was andere dort posten – das tägliche Menü interessiert vermutlich viele Menschen.Oh, I Like it!
Sinnlose Spielchen mit „Markiere irgendwen dem dieser Kackhaufen gefallen könnte“.
Freundschaftsanfragen von Spammern mit nackigen Profilbildern – irgendwann schicke ich mal ein Nackig-Foto von mir zurück, das ist aber garantiert heftiger als „The walking Dead“ und „Shaun of the Dead“ zusammen.
Gibt es irgendwen der auf sowas hereinfällt? Das sind Spammer die auf meine eigenen Beiträge scharf sind, persönliche Daten die man mit „Freunden“ teilt. Dahinter stehen dann irgendwelche Mafia-Clans die sich freuen wenn man die eigene Adresse postet und dazu schöne Bilder aus Malle oder sonst einer Insel.: „Hey, wir sind in 2 Wochen zurück, bitte mal um die Wohnung kümmern, ich hätte sowieso demnächst alles bei eBay verkauft“
———————–
kleiner Zwischentext:
Übrigens – warum ist Tanz der Teufel nach über 25 Jahren vom Index gerutscht?
Damals konnte man sich noch nicht vorstellen daß Menschen dermaßen Blöde sind, das waren ganz brutale Fantasien. Heute ist das Real Life – die Leute laufen draussen rum wie Zombies, das Hirn 1.0 wurde schon von Maden zerfressen und selbst die Splatter-Effekte gibt es in der Realität: irgendwelche Idioten sprengen sich in die Luft und wer nicht gleich mit zerfetzt wird holt nicht Hilfe sondern sein Handy und teilt den Horror mit der Welt.
Willkommen im Zombie-Land.
———————–
 
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CC – Carbon Copy
kennt jemand diese tolle Funktion?
Damit kann man ganz einfach sein komplettes Adressbuch mit der ganzen Welt teilen.
So eine Rundmail von der Schule mit den eMail-Adressen aller Mit-Eltern (die hat man meistens sowieso) und aller Lehrer (das ist interessant). Vereins-eMails mit allen 250 Vereinsmitgliedern im Anhang und ganz besonders toll finde ich die Mail eines IT-Großhändlers der mir 7500 geprüfte eMail-Adressen von Kollegen gratis zur Verfügung gestellt hat.
Nicht ganz so ideal war allerdings daß mein damaliger Zarafa-Mailserver sich daran verschluckt hat.
Ich meine die Adresszeile ist ja auch nicht unbedingt für einen Datenbank-Dump mit 7500 Adress-Daten konzipiert.
Immerhin ist die Kiste nicht abgestürzt sondern nur seeehhhhrrrr laaaangsam geworden.
Ich hatte gute Lust mich per „Mail an alle“ für die Adressen zu bedanken. Habs dann aber gelassen, irgendwo wäre sicher ein Anwalt darunter gewesen der mich dann dafür belangt hätte.
Habe also nur den IT-Großhändler darauf aufmerksam gemacht. Reaktion: keine.
Solche Mails sind auch immer ganz nett wenn Angebots-Anfragen reinkommen.
Ach wie nett, der Kollege A aus B darf auch ein Angebot abgeben?
 
Also – wenn man schon ein Mail an mehrere Menschen schicken will, dann nimmt man BCC – BLIND Carbon Copy!
Dabei bekommen die Empfänger einfach nur die eigene eMail-Adresse angezeigt und nicht die 42 anderen Empfänger.
 
und nur für die Historiker: Der Begriff Carbon-Copy kommt aus der Zeit als es noch keine Kopierer gab, da hat man ganz einfach einen Durchschlag erstellt indem man 2 (oder mehr) Blätter mit einem geschwärzten Blatt dazwischen übereinander gelegt hat. Einmal von Hand oder mit der Schreibmaschine geschrieben hatte man dann 2 bis X Exemplare, wobei X weniger war als die obengenannten 7500 🙂
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noch so was lustiges sind Mailing-Listen.
Da kam ich vor einiger Zeit auch mal drauf, irgend ein schlecht konfiguriertes SPAM-Newsletter.
Wenn man geantwortet hat, dann ging die Mail an alle Abonnenten dieses Newsletters.
Das Lustige daran war daß die Leute das nicht geblickt haben, zuerst kamen Bitten um Abmeldung, dann empörte Mails daß man doch garnicht zuständig sei, denn die Bitte ging ja an alle – und da waren eben Leute drunter die meinten sie wären persönlich angesprochen und dann gingen irgendwann die wüsten Beschimpfungen los.
Irgendwann habe ich das Gezeter einfach in den Spam-Filter gepackt, aber lustig war es schon 🙂
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das ist irgenwie wie diese Anfragen bei amaZOFF die an alle Käufer eines Produktes geschickt werden.
Man kann dort Anfragen stellen und die werden an Käufer des Produkts weitergeleitet, denn die wissen ja vielleicht die Antwort – und damit spart man auch Beratungs-Personal. Also eine Win-Win-Situation. Oft fühlen sich die Mail-Empfänger aber persönlich angesprochen und blicken es nicht daß es sich um eine maschinengenerierte Mail handelt.
Da bekommt man dann eine Mail mit dem Text:  Ist das eine Funky Mouse oder hat diese Maus ein Schwänzchen?
Und als Antwort gibts: „weiss ich doch nicht Du perverse Sxx
Und solche hilfreichen Antworten werden dann unter Umständen öffentlich bei amaZOFF reingestellt, damit andere Interessenten gleich Bescheid wissen 🙂
 
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Neulich bekam ich eine Mail meiner Versicherung, einer ziemlich großen.
Ein schlauer Mitarbeiter (oder eine Mitarbeiterin) warnte darin vor Phishing-Mails.
Das sind diese gefälschten Mails die Zugangsdaten abgreifen wollen für Banken und sonstige lohnenswerte Ziele.
Da stand dann auch alles ganz korrekt drin: Niemals Links anklicken, niemals Pin und Tan eingeben, niemals irgendwelche Daten an unbekannte Leute verteilen.
Tja und ganz besonders interessant fand ich den Intelligenztest am Ende der Mail.
Um zu überprüfen ob die Kunden die Mail gelesen und verstanden hatten stand da:
„Für weitere Informationen zu diesem Thema klicken Sie auf diesen Link zu Ihrem persönlichen Portal,  Dort finden Sie noch weitere Informationen“
Habe natürlich mal (in einer geschützten Umgebung) den Link angeklickt, der führte wie erwartet zum Kundenportal und forderte als erstes nach Benutzername und Passwort.
Was würde irgendwelche Kriminielle daran hindern, solche Mails zu versenden?
Und wer würde dann den Link anklicken und seine Daten eingeben?
Vermutlich einige.
 
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tja und nachdem ich diesen Beitrag am 21.9.2017 geschrieben habe will ich mal wieder fleissig die Bestellungen meiner Kunden versenden und bekomme beim Geschäftskundenportal meines Versanddienstleisters folgendes zu sehen:


Wartungsarbeiten / Site maintenance

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
um Ihnen einen noch besseren Service bieten zu können, führen wir Wartungsarbeiten an unseren Kundensystemen und Webseiten durch. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis.
Bald stehen Ihnen die Systeme und Webseiten wieder uneingeschränkt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team (Versanddienstleister) Group
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Nein, dafür habe ich überhaupt kein Verständnis!
Gibts halt heute wieder keine Pakete.
Früher gab es eine Offline-Versandsoftware, die hat IMMER funktioniert, denn das war offline.
Wenn es nicht funktioniert hatte war es an mir das auf einem anderen PC zu starten oder die Kiste zu reparieren.
Paketversand war aber immer möglich.
Diese Software wurde mir weggenommen, jetzt geht alles über die Cloud, besser, schneller, sicherer – sagte man mir.
Meine Bedenken wurden belächelt – und bis heute ignoriert.
Dafür bekomme ich obige Meldung alle 2-3 Wochen. Dann ist wieder ein Arbeitstag im Eimer.
Vielen Dank für diese Verbesserung!
Und wenn mal wie letzte Woche nicht der Versand-Dienstleister schuld ist sondern mein Internetanbieter einen Ausfall hat, dann geht es eben auch nicht. Macht ja nichts, kann man ja solange in der Nase popeln. Meine Kunden haben sicher Verständnis dafür.
Wieso muss alles in die Cloud? Was wurden den Managern geCLOUD daß sie so eine Lösung einführen?
Nur weil es Hip ist ist es nicht besser. Aber klar, Cloud hört sich moderner an, da kann man schon mal schwach werden. Ist doch toll wenn man technologisch an der Spitze steht.
 
PS.: die Service-Hotline meinte ich solle meinen Browser neu starten, Cache und Cookies löschen.
Ja, das sind voll die IT-Profis. Davon geht natürlich eine Server-Meldung weg die WARTUNGSARBEITEN anzeigt..
Andererseits stimmt das ja auch irgendwie:
Einfach oft genug den Kunden auf eigenes Verschulden hinweisen und irgendwo klicken lassen, irgendwann funktioniert das System dann ja wieder und dann kann man sagen: Siehst Du – jetzt hast Du das endlich richtig gemacht, jetzt tut es ja wieder – Bei uns war nie was kaputt.
Aber leider passt die Meldung „Wartungsarbeiten“ nicht ganz dazu.
Das hat dann der Lehrling verbockt. So eine ehrliche Meldung darf man doch nicht online stellen.
Ob das mit der Übernahme nach der Ausbildung dann noch klappt? Ich weiss nicht.
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der Tag geht dann direkt so weiter:
ein Brief (klassisch per Post) von einem EDV-Unternehmen aus dem Nachbarort.
Die wollen sich als IT-Dienstleister für mein Unternehmen vorstellen. Hm, brauche ich das?
Anscheinend mache ich den Eindruck.
Ein Fall für den Mülleimer.
 
Nach der Mittagspause die erste Mail:
Hallo, ich würde gerne Decals drucken, was kostet das?
Hm, so ungefähr Zweiunddröflzig fünfundelfzig.
Ich weiss auch nicht warum mich der Typ im Eiskaffee so doof angeschaut habe als ich gesagt habe: ich will ein Eis, was kostet das?
 
Ah, der Anrufer aus Bangladesh hat sich wieder an meinem AB versucht – dieses Callcenter mit „Can I speak to Mr. …“
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Ich bin eindeutig für den PC-Führerschein!
 
PS.: das sind nur die einfachen Fälle.
Die besonders krassen Fälle kann ich leider garnicht hier veröffentlichen da ich sonst vermutlich sofort einen Anwalt am Hals hätte – wie üblich henkt man lieber den Überbringer der schlechten Nachricht als den Verursacher der Katastrophe.
Es wundert mich doch immer wieder daß das ganze System in Deutschland/EU/Welt noch nicht zusammengebrochen ist.
So um 1985 war ich „der Freak“, ich kann mich noch erinnern wie ich mit meinem Onkel bei Verwandtschaftstreffen auf den Papiertischdecken Programme entwickelt habe. Alle anderen haben nur die Köpfe geschüttelt.
Mittlerweile erschreckt mich die Entwicklung nur noch. Und da geht es nicht nur um die Smombies (Smartphone-Zombies). Bin ich der einzige der sieht daß die Menschen nur noch in kleine leuchtende Schachteln schauen? Vor kurzem war zu lesen daß Menschen den Notruf gewählt hätten weil der IT-Beichtstuhl watsup eine Störung hatte.
Da hab ich mich gefragt was mehr gestört war – die Technik oder der User?
 
Die Technikgläubigkeit wird noch unser Untergang!
1987 gab es Demonstrationen und Massenproteste gegen die Volkszählung.. Heute gibt jeder freiwillig alle seine Daten an Fratzenbuch und Co.
Ein irrer Trend.
 
Eine seltsame Welt – vermutlich bin ich einfach nur zu alt für diesen Scheiß!
 
 

3D-Drucker – Teil5: Drucksache!

3D-Drucker - Teil5: Drucksache!
Seit Teil 4  meines Blog-Beitrags zum Creality 3D-Drucker CR-10 sind schon wieder 2 Monate vergangen.
Ich bin überrascht wie oft die 4 Beiträge bisher aufgerufen wurden – und mittlerweile werde ich sogar gefragt wann es weitergeht. Daher will ich mal loslegen 🙂
 
Geduld3D-Drucker - Teil5: Drucksache!
Das Wichtigste was ich in den letzten Wochen zum 3D-Druck gelernt habe ist Geduld!
Ohne Geduld geht garnichts, denn 3D-Drucker sind vor allem eins – langsam.
Selbst kleinste Druckobjekte rechnet man eher in Stunden denn in Minuten.
Aber wenn man sich die Zeit nimmt und in Ruhe arbeitet, dann kommen auch tolle Dinge zustande.
Mein kleiner Lord Vader hat jetzt endlich ein Lichtschwert bekommen.
Damit ist er jetzt im Dschungel unterwegs und kämpft mit wilden Wassermelonen.
 
Material
Darth ist mit schwarzem PLA gedruckt, dem einfachsten Material und ideal für Einsteiger. Allerdings auch das am wenigsten haltbare.
Da die Temperaturbeständigkeit nicht besonders hoch ist sollten Objekte aus PLA nicht unbedingt im Freien eingesetzt werden. Meine aus PLA gedruckten Stäbe für eine Drahthalterung hat es mit der Zeit alle verbogen.
Das ist natürlich nicht so toll. Da ist man stolz etwas sinnvolles gedruckt zu haben und nach ein paar Wochen ist das Zeug schon wieder defekt. Denn lange bevor das Material schmilzt wird es weich. Und dann ist die Belastbarkeit nur noch minimal. Wirkt dann noch eine mechanische Belastung (Zug durch den Draht), dann verbiegt sich das Objekt eben. Die Drahthalter sind nicht kaputt, sie sehen aus wie frisch gedruckt, nur eben jetzt nicht mehr gerade sondern krumm.
ABS wäre eine Alternative, Aber dafür ist ein geschlossenes Gehäuse nötig und das Zeug stinkt beim Verarbeiten.
Daher habe ich auf PETG umgestellt.
PETG vereint die Vorteile von PLA und ABS:
Es ist relativ einfach zu verarbeiten, fast wie PLA. Aber es hat eine höhere Temperaturbeständigkeit fast wie ABS.
Man benötigt kein Gehäuse, es stinkt nicht beim Drucken, das Material ist ungiftig, angeblich sogar lebensmittelecht (wohl abhängig vom Hersteller). Insofern derzeit mein Lieblingsmaterial.
Allerdings neigt das Material vermehrt zum Stringing, d.h. Fadenbildung beim Druck. (Wenn man druckt und dann der Druckkopf ohne Materialvorschub zum nächsten Druckpunkt fährt bilden sich vermehrt feine Fäden.) Die lassen sich aber später relativ problemlos entfernen.
Da ich zum Anfang einiges PLA gekauft habe (man braucht ja verschiedene Farben) wird das natürlich verdruckt. Aber ansonsten ist PETG mein aktuelles Lieblings-Material.
Das Laserschwert ist dann auch aus PETG gedruckt – Graues PETG für den Griff und rotes, teiltransparentes Material für die Spitze.
3D-Drucker - Teil5: Drucksache!
Den kleinen Vader habe ich übrigens auf Thingiverse.com gefunden, genauso wie diese hübsche kleine Schildkröte die sogar federnde Beine hat.
Und diese Beine haben es in sich – irgendwie laufen die Viecher dauernd davon. Ich musste schon mehrere nachdrucken weil die nach Besuchen von Freunden verschwunden waren (natürlich mit meiner Zustimmung 🙂
 
Tja und dann gibt es ja noch Wood-PLA, Stone-PLA und sonstige exotischen Materialien. Aber alles zu seiner Zeit.
 
 
Druckeinstellung
Überhaupt die Druckeinstellung ist ein schwieriges Thema.
Einfach Werte aus dem Internet übernehmen geht leider nicht, denn Materialien verschiedener Hersteller, selbst verschiedene Lieferungen desselben Herstellers haben unterschiedliche Druckeigenschaften. Und nicht zu vergessen die Toleranz der Geräte. Hat der Temperatursensor nur eine Genauigkeit von +/- 5%, dann bringen Importierte Einstellungen gleich garnichts wenn schon 2-3°C Temperaturänderung deutliche Änderungen im Druckbild bewirken.
Beispiel: Ich drucke PETG mit 238°C mit 0.12mm Layer Height, Wall-Speed 20mm/s, Infill-Speed 40mm/s. Das funktioniert sehr gut.
Im Web habe ich zum gleichen Material andere Einstellungen gefunden. Aber schon 240°C funktionieren bei meiner Maschine nicht mehr richtig. 2°C entscheiden zwischen gutem und schlechtem Druck. Bei 240°C sind aber 5% Toleranz schon 12°C Unterschied zwischen 2 Maschinen! Daher kann man die Angaben anderer Anwender nur als groben Richtwert nehmen und muss sein Gerät und sein Material individuell einmessen.
Wenn man dann seine Einstellung hat und beispielsweise die Layer-Dicke ändern will damit das Gerät schneller druckt (dickere Schicht = schnellerer Druck, dünnere Schicht  = saubererer Druck) oder man ändert die Druckgeschwindigkeit, dann kann man gleich wieder von vorne anfangen.
Denn mehr Materialvorschub heisst anderes Schmelzverhalten, wenn schneller gedruckt wird muss die Düse mehr heizen, also höhere Temperatur. Zu heiss darf es aber auch nicht werden, sonst tropft es, zieht Fäden oder im schlimmsten Fall verbrennt das Material und verstopft die Düse. Da heisst es gleich wieder ausprobieren.
Hat man seine Einstellungen mal gefunden, dann sollte man diese am besten aufschreiben.
Eine optimale Einstellung ist wichtig:
zu geringe Temperatur: die Schichten verbinden sich nicht richtig, das Objekt wird brüchig. Es gibt Aussetzer im Druck weil nicht genug Material nachkommt, d.h. im Druck entstehen Löcher und unschöne Oberflächen.
zu hohe Temperatur: gedruckte Objekte verbiegen sich bevor sie abkühlen, insbesondere bei freitragenden Objekten wie überdruckten Öffnungen, da hängen dann einzelne Materialfäden durch, das sieht häßlich aus und ist auch sonst nicht so gut. Ausserdem kann es zu Tropfen- und Fadenbildung kommen.
 
Druckbett – die erste Schicht ist entscheidend.
3D-Drucker - Teil5: Drucksache!
Für das Gelingen des Drucks ist die erste Schicht die Wchtigste.
Denn ohne guten Halt kann sich das Objekt beim Druck vom Träger lösen, verschieben oder umkippen und damit den Druck zunichte machen. Ganz ärgerlich ist das wenn es erst nach mehreren Stunden Druck passiert.
Im Internet gibt es jede Menge Vorschläge und Ideen für die optimale Haftung.
Beim Creality CR-10 wird eine Glasplatte mit 30x30cm mitgeliefert die leider oft in sich verbogen ist.
Aber auch sonst hält so ein Druckbett nicht ewig. Daher sollte man sich also rechtzeitig Ersatz besorgen.
Nach vielen oft ziemlich frustigen Versuchen hier ein Tipp von mir (der so sonst noch nirgends zu finden ist, aber zumindest bei meiner Maschine hervorragend funktioniert):
Man nehme Ikea-Spiegel 30x30cm, aktuell kosten 4 Stück 6,99 Euro. (ok, der Tipp ist bekannt)
Den Spiegel beklebt man aber mit Transfer-Tape für Beschriftungen (das ist neu und von mir!)
Im Web kursieren viele Tipps zu Maler-Krepp und vor allem zu sündhaft teurem blauen Klebeband.
Fahrzeugbeschriftungen werden meistens geplottet. Und um die geschnittenen Buchstaben auf das Zielobjekt zu transferieren nimmt man Transfer-Tape. Das ist im Prinzip nichts anderes als das besagte Maler-Tape. Nur eben viel billiger und ganz wichtig: es ist in 30cm Breite erhältlich! Man muss also nicht das Druckbett in 5cm-Streifen abkleben sondern kann den ganzen Spiegel am Stück abdecken.. Mein Tape ist das Gronal Rapid Transfertape. Das gibts beim Werbetechniker des Vertrauens. Sollte Bedarf bestehen kann ich das auch in meinen Shop unter www.drucker-onkel.de aufnehmen.

Die Haftung ist perfekt, die Methode ist sehr günstig und wenn sich mal ein Druckobjekt nicht vom Träger löst einfach ins Wasserbad damit. Für die Zwischenzeit hat man ja noch die 3 anderen Spiegel.
 
Und dann wäre da noch das Leveling, also das Einmessen des Abstandes zwischen Druckkopf und Druckbett.
Da kann man 100x messen und beim nächsten Mal ist es trotzdem wieder verstellt.
Ich habe da mittlerweile meine ganz eigene Methode: Skirt-Lines – das sind einfache Linien um das Objekt
Einfach soviel wie man zu brauchen meint – bei großen Objekten weniger, bei kleinen mehr.
Der Drucker wird grob eingemessen, dann geht der Druck los – erst einmal werden diese Skirt-Lines gedruckt.
Und die schaut man sich einfach an – die müssen schön flach, gleichmäßig und sauber gedruckt werden.
Ist die Linie zu flach, dann dreht man den Abstand auf der Seite etwas größer, gibt es eine Wurst oder hängt das Filament in der Luft, dann schnell den Abstand verringern. Mit etwas Übung hat man dann anhand der Skirt-Linien den Drucktisch perfekt ausgelevelt – und danach macht der Drucker direkt mit dem eigentlichen Druckobjekt weiter.
 

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 – Teil4: jetzt gehts lohos…

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...


3D-Drucker sind wirklich ein spannendes Betätigungsfeld.

Allerdings benötigt man viel Geduld wenn man problemlos einwandfreie Objekte drucken will.

Nachdem ich jetzt einiges erfolgreich gedruckt habe, wird es Zeit für den nächsten Teil meiner Blog-Serie zum 3D-Druck.

Ich rede jetzt noch gar nicht von selbst designten Dingen, dazu komme ich später noch.

Erst einmal habe ich auf Seiten wie www.thingiverse.com gewühlt.

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...
Die Macht erwacht 🙂

Dort gibt es Tausende von druckfertigen Objekten. Die meisten sind sinnlos oder für sehr spezielle Anwendungen.

Einige aber auch hochinteressant. Das größte Problem ist das „Finden“.

Als Heimkino-Fan habe ich mir erst einmal ein paar Objekte von Star Wars ausgesucht.

Ein Darth Vader als riesige Lego-Figur. Cool.

Allerdings ist der Druck gar nicht so einfach.

Es gibt so viele Parameter die zusammenspielen:

Die Drucktemperatur muss hoch genug sein damit das Filament schmilzt. Aber zu heiß darf es nicht sein, sonst zieht es Fäden oder tropft. Die Schichtdicke muss passen. Fein sieht besser aus, dickere Schichten sind stabiler und drucken schneller. Ein schnellerer Vorschub beschleunigt den Druck, kann aber zu erhöhtem Wackeln führen das dann im Druck als Ghosting, Gewobbel oder Ausfransung sichtbar ist. Dann muss man natürlich wieder die Temperatur anpassen.

Infill benötigt man – eine Füllung für die Hohlräume. zu viel ist Materialverschwendung und verlängert den Druck, bei zu wenig Material fehlt die Stabilität. Die meisten Deko-Objekte werden mit 20-30% Infill gedruckt. Hier gibt es wieder verschiedene Einstellmöglichkeiten. Rechtecke, Linien, Dreiecke und vieles mehr. Bis man herausgefunden hat, welche Einstellungen am Besten sind, benötigt man sehr viel Übung. Aber für den Anfang funktionieren auch die vorgegebenen Einstellungen.

Support benötigt man für überhängende Teile – das sind gedruckte Stützen die man nach dem Druck wieder entfernt. Am besten wäre natürlich ein Support, der sich später automatisch entfernt. So etwas gibt es tatsächlich: Filament, das sich später mit Wasser auflösen lässt. Allerdings benötigt man dazu einen 3D-Drucker mit 2 Druckköpfen, das macht die Sache deutlich teurer und geht dann schon wieder in Richtung Profi-Bereich. Für Heimanwender ist das leider bisher nur ein Traum.

Aber ohne Support würden überhängende Teile ab einem bestimmten Winkel oder Größe einfach abbrechen oder umkippen. Frei durch die Luft drucken geht leider wegen der Schwerkraft nicht.

Das merkt man aber schnell, wenn man es mal vergessen hat.

Die Luftfeuchte muss auch passen und vieles mehr.

Es gibt also sehr viele Stellschrauben an denen man drehen kann.

Tja und dann gibt es noch verschiedenes Material: PLA, ABS, PETG.

Jedes Material mit Vor- und Nachteilen.

Und natürlich hat jeder einen anderen Drucker, die Angaben aus dem Web kann man daher auch nur als Grundlage für eigene Versuche verwenden.
Allein zwischen verschiedenen Geräten des gleichen Druckerherstellers variieren die Einstellungen gewaltig. Bei Bauteil-Toleranzen von teilweise 5-10% ist die empfohlene Einstellung von 200°C von Anwender A beim Drucker von Anwender B eben nicht geeignet, weil Gerät A mit -5% effektiv gerade mal 190°C erreicht und Gerät B mit +5% 210°C, da hilft nur ausprobieren. Außerdem ist jedes Filament anders.
Für die eigenen Versuche sind Angaben von Benutzern mit gleichen Geräten aber durchaus hilfreich.

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...

Irgendwann hat man zwar den Bogen raus, aber bis dahin kann es ein langer Weg sein und teilweise ist es ziemlich frustrierend, wenn nach 5 Stunden Druck irgendetwas umfällt oder abbricht.

Als Einsteiger fängt man am besten mit PLA an, das ist günstig und gelingt fast immer einigermaßen auf Anhieb.

Hat man die Hürden der China-Kiste überwunden und alles einigermaßen gerade gebogen, dann kann es losgehen.

Alternativ kann man auch teurere Geräte kaufen und alles passt ab Werk – oder auch nicht.
Da hilft nur vorab informieren und dann lesen, lesen, ausprobieren, lesen. Nur Einschalten und Drucken geht bei 3D-Druckern meistens ziemlich schief.

Basteln muss man so gut wie immer.

Aber sonst wäre es ja auch langweilig.

Mein selbst gedruckter Darth Vader ist jedenfalls mittlerweile (fast) fertig.

Naja, nicht ganz. Der Lichtschwert-Griff ist ungefähr 5x schiefgegangen, bis ich gelesen habe, dass andere damit auch ihre Probleme hatten. Allerdings gibt es noch andere Designs. Der Griff ist zwar erst mal gedruckt, aber der dunkle Lord bekommt noch eine bessere Waffe. Gerade drucke ich aber mit anderen Farben, er muss also noch etwas warten.

Das größte Problem bei meinen ersten Drucken war übrigens die Haftung am Druckbett.

Die bei meinem Drucker mitgelieferte Glasplatte war absolut ungeeignet weil krumm!
Die Chinesen nehmen es beim Creality CR-10 nicht ganz so genau. Dabei liegen zwischen Gelingen und Ausschuss nur 1/10mm. Da ist es ärgerlich, wenn die Druckplatte nicht ausreichend eben ist.

Man soll den Drucker so ausrichten daß ungefähr 0,1mm Platz zwischen Düse und Druckfläche ist.

Das geht natürlich garnicht, wenn die Druckfläche in sich schon fast 2mm Toleranz aufweist.

Abhilfen gibt es viele – Druckplatten aus Glas, Keramik, Kunststoff, beschichtet und unbeschichtet.

Und irgendwie macht jeder andere Erfahrungen. Also muss man auch hier ausprobieren.

Mit dem richtigen Druckbett – ich arbeite gerade mit einem Ikea-Spiegel (Tipp aus dem Internet) und Klebefolie – haftet der Druck perfekt und löst sich beim Druck nicht ab. Das ist schon mal eine wichtige Hürde.

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...

Denn nichts ist schlimmer als wenn der Druck nach 5 Stunden umfällt und alles umsonst war.

Die Haftung habe ich mittlerweile im Griff.

Aber das war sehr nervig. Einige Male war ich kurz davor, den Drucker aus dem Fenster zu werfen.

Mein System fürs Druckbett:

Ikea-Spiegel 30x30cm (4 Stück für 6,99 Euro) und einfaches Malerkrepp. Haftet sehr gut und ist eine günstige Lösung.

Bei größeren Objekten kam es schon vor, dass die Objekte sich nicht mehr lösen ließen. Da habe ich den Spiegel mitsamt dem Objekt einfach in Wasser gelegt.

Nach einiger Zeit hat sich die Klebefolie gelöst und alles war perfekt.

Manchmal war die Haftung aber so fest, dass sich beim Ablösen Glassplitter aus der Spiegeloberfläche gelöst haben, das war nicht wirklich erfreulich.

Da die Spiegel im 4er-Pack verkauft werden hatte ich bei fest haftenden Objekten in der Zwischenzeit einfach mit einem anderen Spiegel weitergedruckt.

Mittlerweile habe ich natürlich auch sinnvolle Dinge gedruckt (alle von thingiverse.com).

Ein Insektenhotel für den Garten.

Die kleinen Krabbelviecher sind ja leider stark unter Druck. Überall wird gerodet und Monokultur angepflanzt. Damit es dem Mensch gefällt wird gespritzt und bearbeitet, da wird der Platz für die Insekten immer weniger.

Daher erst mal was für Wildbienen und Co. gedruckt. Hoffe das Hotel gefällt.

(Nach einer Saison muss ich leider sagen, dass es doch nicht ganz so sinnvoll ist, denn die Insekten mögen das Ding anscheinend nicht)

Natürlich mitten in die Himbeeren gehängt, damit es genug Futter (Blüten) gibt – und später viele Himbeeren für uns.

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...

Beim Füllen des Plantschbeckens mit dem Außenwasserhahn gab es wie immer nur kaltes Wasser (Leitungswasser hat leider nur ca. 8°C).

Die Vorjahre haben wir warmes Wasser mit der Gießkanne geholt. Nur war das sehr mühsam und anschließend war die ganze Küche vertropft.

Dieses Jahr habe ich einfach einen Adapter ausgedruckt und den Schlauch in der Küche am Wasserhahn angeschlossen.
Auch hier gab es fertige Druckvorlagen direkt im Internet.

Nicht ganz perfekt und unbeaufsichtigt wollte ich das lieber nicht verwenden. Der gedruckte Adapter mit direktem Schlauchanschluss war auch nicht wirklich fest. Aber es hat funktioniert. Auf der To-do-Liste steht ein anderer Adapter mit Gardena-Anschluss. Dann hält das besser.

Für die kurze Zeit der Pool-Füllung war das OK.

Und bevor Kritiken kommen: wir haben einen 1000l-Solartank, der ist im Sommer mittags wegen Überhitzung voll. Da kann man gut einen Pool mit warmem Wasser füllen, ohne irgendwelche fossile Energie zu verbrauchen.

Und das Pool-Wasser wird nach 2 Tagen zum Gießen verwendet.

Der Printserver aus Raspberry Pi und Octoprint funktioniert auch einwandfrei:

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...

Mit Octoprint kann der Drucker stundenlang laufen, ohne dass man einen PC benötigt.

Stundenlange Drucke sind bei diesen Geräten eher die Regel.

Für 3D-Drucke benötigt man viel Geduld.

Für die 3 Teile des Windrades in unserem Garten wurde zusammen über 2 Tage gedruckt. Im Bild ein Rotor des Windrades.

Nach den Fehlschlägen am Anfang druckt man immer mit der Angst, dass zwischendrin etwas umkippt, abreißt, sich der Druck vom Druckbett löst, die Düse verstopft oder sonst etwas passiert.

Aber es ist alles gut gelaufen und das Windrad funktioniert einwandfrei. Mit 2 Kugellagern aus diesen komischen Fidget Spinnern und einer alten 8mm-Gewindestange eine nette Deko für den Garten. Jedenfalls so lange, bis bei der ersten Gartenparty die Gäste auf die Idee kamen, dass man Fußball spielen müsste. Einen direkten Treffer hat das selbst gedruckte Windrad leider nicht überlebt. Aber dafür hat man ja den 3D-Drucker. Da druckt man einfach ein neues – oder etwas anderes.

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...

Als nächstes gab es dann einen Blumentopf. Natürlich ebenfalls aus dem Web (www.thingiverse.com).

Gedruckt in blauem PLA sieht das Ding obercool aus.
Wenn die Sonne darauf scheint, leuchtet es und sieht leicht durchschimmernd aus.

Davon will ich noch mehr drucken – andere Designs, andere Farben. Nicht diesen Einheitsbrei aus dem Baumarkt. Übertöpfe finde ich nicht so toll und die direkt bepflanzbaren Teile sind meistens nur langweilig.

Selber drucken macht da viel mehr Spass.

Aber erst mal muss die Dichtigkeit überprüft werden. Nicht, dass irgendwann die Wohnung unter Wasser steht. Für den Garten druckt man solche Töpfe besser in PETG. PLA ist nicht wirklich UV-stabil und auch kaum hitzebeständig. Da reicht schon ein heißer Sommertag mit 40°C, um bei den gedruckten Objekten Verformungen hervorzurufen.

Nach über 1 Woche ist bei diesem blauen Blumentopf jedenfalls noch alles dicht. Und ich glaube, die Pflanze fühlt sich wohl. Vielleicht mag sie blau?

Bei den Designs kann man sich richtig austoben. Da kann man sich gar nicht entscheiden. Und das Coole – man kann die Vorlagen auch anpassen – an die Größe des Fensterbretts, an die Pflanze, die Farbe, das Material. Alles ist frei wählbar.

Serienfertigung

Für den Einsteiger eignen sich übrigens am besten die kleinen Druckobjekte, wie beispielsweise Kühlschrankmagnete. Die Druckobjekte sind meistens in weniger als einer Stunde gedruckt und passende Magnete gibt es bei Amazon, eBay oder aus China für wenig Geld. Bei Thingiverse gibt es Geckos als Kühlschrankmagnete, davon habe ich mittlerweile bestimmt 20 Stück gedruckt. Allerdings verschwinden die Dinger auch relativ schnell. Sobald Besuch da war, sind oft keine mehr da. Auch andere lustige Objekte kommen als kleines Geschenk gut an. Es muss nicht gleich ein großer 20 Stunden Druckjob sein. Mit den kleinen Dingen kann man auch gut an den Einstellungen basteln und es ist nicht so schlimm, wenn mal etwas schief läuft.

Zurück zu Octoprint:

Gegenüber dem Druck von Chipkarte hat man einen deutlich gesteigerten Komfort, weil die wichtigsten Dinge per Netzwerk erreichbar sind.

Und gegenüber einem PC benötigt die Lösung viel weniger Ressourcen, spart vor allem Strom und das Ding bootet nicht wie ein Windows-Rechner unkontrolliert neu, weil Microsoft meint, es sei mal wieder Zeit für irgendein unsinniges Update.

Mit einer uralten Webcam aus der Grabbelkiste im Keller habe ich sogar ganz einfach eine Video-Überwachung dazu basteln können. Octorpint erstellt mir auf Wunsch von jedem Druckjob sogar eine Zeitraffer-Aufnahme.

Das ist toll, denn erstens hat man lustige Zeitraffer-Videos von seinen gedruckten Objekten. Und zweitens kann man bei Fehlschlägen sofort erkennen, wann und wo etwas passiert ist.

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...

Drittens kann man aus der Ferne sehen, ob der Druckjob noch sauber läuft – und bei Bedarf erst mal stoppen. Wäre ja sonst schon doof, wenn man aus der Ferne sieht, dass der Drucker Mist macht, man aber erst 3 Stunden später ausschalten kann.

Mittlerweile habe ich mich auch um die helle Seite der Macht gekümmert:

Eine kleine Yoda-Figur ziert seit kurzem mein Film-Regal. Natürlich mit grünem Filament gedruckt.

Der erste Druck ist leider schiefgelaufen. Da stand wohl die Vader-Figur zu nah am Drucker.

Aber beim zweiten Versuch „Gelungen es ist!“

Im nächsten Blog-Beitrag geht es dann um weitere „Fehlschläge und Probleme“ sowie den Druck mit anderen Materialien.

Nach dem einsteigerfreundlichen PLA  habe ich mich auch mal an andere Dinge gewagt.

Zum Beispiel an den Druck mit Holz.

Ja richtig gelesen – man kann mit Holz drucken.

Ok da werden keine Bretter eingelegt, aber das Filament enthält Holzstaub und der Druck sieht aus und riecht ähnlich wie Holz. Sehr spannend.

Damit habe ich mir zuerst mal einen Schreibtisch-Ständer für meine Füllhalter gedruckt und dann (wieder von Thingiverse) einen Baby-Groot (aus Guardians of the Galaxy)

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...

Aber dazu mehr im nächsten Teil…

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil4: jetzt gehts lohos...

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 – Teil3: Lust und Frust

Mein CR-10 3D-Drucker 3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil3: Lust und Frust
Hier kommt wie versprochen der 3. Teil zu meinem 3D-Drucker.
Der Druck der obligatorischen Glückskatze hat ja erstaunlich gut funktioniert.
Die Katze wird als Test auf einer Chipkarte mit dem Drucker mitgeliefert. Allerdings ist die Datei defekt, daher verliert die Katze beim Druck den Kopf. Daran erkennt man im Internet wer sich vorher schlau macht und wer einfach drauf los bastelt – die Foren zum CR-10 sind voll von verzweifelten Anwendern die nur kopflose Katzen drucken können – ich habe zum Glück vorher eine korrigierte Version aus dem Netz geladen.
Nächste Anlaufstelle sind 3D-Portale wie z.B. Thingiverse.com.
Dort gibt es Tausende vorgefertige Druckdateien die man direkt ausdrucken oder als Vorlage für eigene Kreationen verwenden kann. Da die Erstellung eigener Vorlagen in 3D doch sehr aufwändig ist kann man da auch erst mal einiges ausdrucken um den Drucker kennenzulernen. Denn ganz so einfach wie mit der Katze funktioniert es nicht immer.
Ich habe mir bei Thingiverse einen Account angelegt und erst mal alles was mir gefallen hat in eine Sammlung gezogen (Eigene Sammlungen sind ganz gut weil man sonst schnell den Überblick verliert).
Für den Einstieg habe ich erst mal ein paar Sharkz-Klammern ausgedruckt, kleine Universalklammern die man als Wäscheklammer, Papierklammer oder auch für viele andere Dinge verwenden kann.
Mit der Katze bin ich dann erst mal ganz stolz zu meiner Frau: „Schau mal – es funktioniert!“
Antwort: „was willst Du denn mit der Katze?“
Frauen verstehen einfach nicht was ein „TESTDRUCK“ ist.
Mein Sohn war da schon besser drauf: „Papa, darf ich die Katze haben und mit in die Schule nehmen?“
Klar, dafür habe ich das Ding doch gedruckt 🙂
Während die Klammern gedruckt wurden habe ich entschieden, daß das mit der Speicherkarte nichts taugt, einen PC wollte ich aber für die stundenlange Arbeit auch nicht opfern und am Arbeitsplatzrechner will ich keine Drucksoftware im Hintergrund laufen lassen, der wird öfters m
al rebootet und wenn so ein Druckjob läuft ist das nicht so toll.

3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil3: Lust und Frust
Octoprint Druckserver

Die Lösung: OctoPrint!
Eine perfekte Druckserver-Lösung für den Raspberry Pie. In wenigen Minuten eingerichtet und perfekt zur Ansteuerung des Druckers geeignet. Bedienbar über eine Weboberfläche von jedem PC aus  oder von allen Geräten die einen Webbrowser haben – zur Not auch vom Handy.
Im Keller fand sich noch ein alter Raspi 1 und daneben lag eine noch viel ältere Webcam. Die wurde auch gleich reaktiviert – sonst muss man ja dauernd zum Drucker laufen um zu sehen ob er noch druckt.
Die Installation war kinderleicht. Keine 20 Minuten später lief der Printserver und auch die Webcam funktioniert einwandfrei mit Octoprint.
Nur das Einstecken des Druckers musste noch warten – da wurde ja gerade gedruckt.
Das funktioniert dann aber auch ohne irgendwelche Probleme. Nur die Baudrate der Verbindung musste manuell eingestellt werden, mit „AUTO“ funktionierte es am CR-10 nicht.
Die Klammern waren perfekt gedruckt, ich war begeistert. Gleich den nächsten Druckjob gestartet, diesmal was sinnvolles – kleine Stäbe für den Garten als Halterung für einen Elektrozaun.
Total begeistert ging ich mit den Klammern in die Wohnung, meine Mutter war gerade zu Besuch. Voller Stolz zeigte ich ihr die Klammern und sagte: Schau mal, ich habe jetzt einen 3D-Drucker.
Antwort: „was willst Du denn mit den Klammern!?“
Nein, Frauen verstehen WIRKLICH NICHT was ein „TESTDRUCK“ ist.
Aber mein Sohn, der fand die Klammern toll und konnte die natürlich auch gut gebrauchen.
SO muss die Reaktion sein!
Übrigens – seit der Drucker da steht kommt er morgens nach dem Aufstehen und Mittags nach der Schule als erstes immer ins Büro und schaut was neues gedruckt wurde.
 
Tja und dann wagte ich mich an ein etwas größere Objekt.
3D-Drucker: Creality 3D CR-10 - Teil3: Lust und Frust
 
Erst mal ein Windrad, eine optische Illusion, ebenfalls von Thingiverse.
Hätte ich doch erst mal die Kommentare durchgelesen – da hatten einige Probleme mit.
Irgendwie klappte der Druck nicht so recht. Mal waren Löcher im Druck, mal Streifen und ganz fies:
 
beim Druck des Halters hat sich nach 2 Stunden einfach das Objekt von der Druckplatte gelöst und verschoben. Der Drucker hat fleissig weitergedruckt und das ging leider ziemlich daneben, denn frei in der Luft funktioniert das leider nicht so toll.
 
Nach 3 Versuchen die jeweils Stunden dauerten hatte ich zwar ein Windrad, das war aber ziemlich hässlich gedruckt und sehr spröde. Als ich dann die Kommentare gelesen habe habe ich das erst einmal zurückgestellt.
 
Als nächstes gab es einen Halter für die Hotbed-Kabel.
Die waren einfach angelötet und hingen frei in der Luft, Kurz oder später führt sowas zu Kabelbruch.
Aber auch hier gab es im Web jede Menge fertige Verbesserungsvorlagen.
Also schnell ausgedruckt, eingebaut und weiter ging es.
gescheiterter Druckversuch - sieht gut aus, funktioniert aber nicht.
gescheiterter Druckversuch – sieht gut aus, funktioniert aber nicht.

Aufgefallen ist mir bei der ganzen Druckerei die geringe Haftung am Druckbett.
Immer wieder verschob sich ein Teil beim Druck oder haftete einfach nicht an der Glasplatte.
Das war sehr nervig. Im Web war dazu einiges zu lesen.
Alle möglichen Dinge habe ich ausprobiert: Klebestick, eine Glasplatte vom Glaser, Tape. So richtig überzeugt hat mich nichts. Mit der Zeit war das ziemlich frustrierend. Funktioniert der Druck? Oder fällt das Objekt nach 5 Stunden um? Sehr nervig und sehr zeitintensiv.
Ich habe mich dann für eine Dauerdruckplatte entschieden. Eine „Minadax professionelle PEI Druckplatte“.
Für stolze 26,90 Euro hat die Platte mich optisch erst mal ziemlich enttäuscht. Das Teil sah aus wie eine einfache Kunststoffplatte aus dem Baumarkt, nur eben viel teurer. Aber als Laie kann ich natürlich nicht beurteilen ob das PLA, PET oder PEI ist. Da muss man auf den Verkäufer vertrauen.
Die Haftung war leicht besser als auf Glas, perfekt war das aber nicht. Das lag aber nicht an der Platte sondern am Druckbett! Das war nämlich nicht eben. „Chinaglump“ ist  unser heimlicher Fachbegriff für sowas. Billig zusammengeklöppelter Pfusch. Bei Geräten die im 1/10mm-Bereich arbeiten ist eine Toleranz von über 1mm absolut inakzeptabel.
Die PEI-Druckplatte ist sehr dünn und passt sich dem Untergrund an. Damit hing sie in der Mitte knapp 1,5mm durch während am Rand alles perfekt gelevelt war. Und überhaupt – bei den Versuchen kam der Druckkopf am Rand mit der Platte in Berührung und schwups gab es ein Loch – was ist das für ein Müll? Eine Druckplatte für einen 3D-Drucker der mit 200°C und mehr an der Düse arbeitet ist nicht hitzebeständig!?!
OK, das war ein Versehen, aber nach einem Testdruck mit 5 Rechtecken blieb der Drucker einfach stehen, die Düse hing direkt über dem letzten Druckobjekt. Fehler oder nicht? Jedenfalls gab es auch an dieser Stelle ein Loch in der Platte. Sowas geht überhaupt nicht. Rückgabe war leider nicht mehr möglich, das Ding hatte ja jetzt 2 Löcher.
Aber die 26,90 Euro sind erst mal für den Popo gewesen.
Zurück zur Glasplatte – auch die ist verzogen. Da bringt das feinste einmessen nichts wenn man 4 Schrauben an den Ecken perfekt nivelliert und dann die Mitte durchhängt – oder hochsteht, je nachdem wierum man die Platte einbaut.
Diese ganze Testerei hat mich sehr viel Zeit gekostet – Zeit die total unnötig ist.
Das ist wohl einer der Unterschiede zwischen „Chinaglump“ und teurer Markenware. Allerdings kann ich das mangels Markengerät nicht beurteilen und teilweise liest man auch bei den teuren Geräten von ähnlichen Problemen.
Jedenfalls sehr frustig.
3D-Druck ist nicht ganz so einfach wie es den Anschein hat.
Jedenfalls muss man viel lesen (vor allem in Foren und Gruppen im Web), ausprobieren – was beim einen funktioniert passt beim anderen noch lange nicht) und man braucht sehr viel Geduld.
Je nach Ausdauer und handwerklicher Geschicklichkeit kann man da gut mal eine Woche Lehrzeit einplanen.
Und dann kann man gerade mal PLA drucken. ABS, Flexibles Filament, Spezialmaterial mit Holz- und Stein-Anteilen bringen dann auch noch weitere Herausforderungen.
Meine Maschine ist mittlerweile an den Rändern perfekt, in der Mitte hat das  Teile leider ein Delle – oder Beule. Je nach Ausrichtung. Das ist natürlich Murks – Chinaglump.
 
Für das Haftungsproblem habe ich folgendes ausprobiert:
Direkt aufs Glas:
von „geht nicht mehr ab“ bis “ hält überhaupt nicht“ alles mitgemacht.
Die Ausrichtung ist wohl entscheident, Bei verzogenem Glas bringt das leider garnichts.
Ganz wichtig: es muss peinlich auf Sauberkeit geachtet werden, ein Fingerabdruck reicht für schlechte Haftung.
Erfolg: 70%
 
3M Sprühkleber (blaue Kappe – da gibt es verschiedene!)
Klebt gut, hält aber nur 1-2 Drucke und muss dann wieder neu aufgebracht werden, muss erst 30min trocknen, sonst funktioniert es nicht. Aufbringen nur draussen – Sprühkleber ist sonst eine Sauerei.
Haftet 90%
 
Haarspray
funktioniert bei mir nicht, evtl. falsche Marke. Ist auch eine ziemliche Sauerei.
Klebrig, Nur 1 Versuch, hat nicht gehalten.
 
3M Sprühkleber grüne Kappe
funktioniert nicht – 3 Versuche – 3x abgelöst
 
Klebestift (wird im Web empfohlen)
Hält für kleinere Objekte sehr gut. Trocknet aber mit der Zeit, längere Druckjobs verlieren dann ihre Haftung weil der Kleber bröselig wird. Evtl. funktionieren Stifte anderer Hersteller. 60% Erfolg
 
normales Glas vom Glaser
War leider zu dünn und hat sich dem Druckbett „angepasst“, d.h. ebenfalls Höhenunterschiede und damit unbrauchbar. 50% Erfolg
 
angerauhtes Glas
mit 800er Schleifpapier angeschliffen funktioniert sehr gut, besser als das Originalglas. Muss aber ebenfalls immer sehr sauber gehalten werden. 90% Erfolg
 
Malerkrepp
funktioniert hervorragend. 100% aller Versuche halten.
Allerdings geht der Druck dann kaum mehr vom Druckbett ab. Fast schon zuviel Haftung.
Das blaue 3M-Band dürfte dafür die Lösung sein, das haftet nur schwach, dann geht es insgesamt besser ab.
Das habe ich aber derzeit nur in 1cm Breite da. Muss ich noch in Breiter bestellen.
 
 
Als nächstes probiere ich die IKEA LOTS Spiegelfliesen aus. Die sollen ein Geheimtipp sein.
Spiegel sind normalerweise ziemlich plan, sonst sieht das Spiegelbild verzerrt aus. 4 Stück für 6,99, da kann man auch etwas experimentieren.
 
Derzeit drucke ich mit Malerkrepp.
Was am besten funktioniert muss jeder für sich selbst ausprobieren.
Eine Lösung zu finden kann aber ganz schön frustig sein, vor allem weil ohne Haftung am Druckbett alle anderen Einstellungen und Versuche überflüssig sind. Wenn das Objekt nicht haftet braucht man garnicht erst weiter zu probieren.
 
Aber mit Malerkrepp läuft es erstmal. Wobei mir da die Haftung zu stark ist.  Aber immerhin – jetzt kann ich erst mal drucken und an den weiteren Einstellungen schrauben.
 
Die Einstellungen.
Tja, da gibt es einige Parameter die wichtig sind.
Dickere Schichten drucken schneller und halten besser, sehen aber nicht so toll aus wie feine Schichten.
Wieviel Füllung sollte man reinpacken? Zu wenig wird instabil, zu viel wird teuer und dauert lange.
Braucht man Stützen (für überhängende Teile)? Welche Haftungsgrundlage sollte man drucken? Eine Linie aussenherum (damit die Druckdüse sich „warmläuft“, einen breiten Rand aussenrum um Warping (Verziehen an den Ecken und Kanten beim Abkühlen)  zu verhindern  oder besser gleich eine massive Platte drunterdrucken?
Welche Temperatur sollte man nehmen?  Usw.
Nicht jede Einstellung taugt für jedes Objekt gleich gut.
Meistens funktioniert der Druck, auch wenn die Einstellungen nicht 100% sind.
Aber ich glaube das Feintuning kann zu einer Lebensaufgabe werden – zumal sich die Materialqualität ändern kann, die Luftfeuchte hat ebenfalls einfluss auf den Druck, die Raumtemperatur, Zugluft ist ganz schlecht.
Und ein bisschen Voodoo ist auch dabei 🙂
 
 
Demnächst gibts dann einen weiteren Teil mit den ersten gelungenen Objekten – auch richtig große sind dabei.
An eigenen Kreationen arbeite ich noch. Dazu schreibe ich dann auch noch was – Fusion360 und Co. sind für den Anfang auch nicht ganz einfach.
 
Aber trotz den vielen fehlgeschlagenen Versuchen – es macht Spass!
Geduld ist allerdings eine Grundvoraussetzungen. Aufstellen – Einstecken – losdrucken. Das geht garnicht.
Naja, geht schon – die Katze war ja gleich hervorragend. Aber früher oder später muss man sich reinknien.
 
 
 
 
 
 

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